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Himmelfahrtkirche (Jerusalem)

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Bild:Himmelfahrtkirche Altarraum.jpg
Altarraum der Himmelfahrtkirche

Die Himmelfahrtkirche ist ein 1914 vollendeter Sakralbau auf dem Ölberg in Jerusalem. Er wurde von der 1899 dort gegründeten "Kaiserin-Auguste-Viktoria-Stiftung" (Ölbergstiftung) errichtet. 1907 wurde der Grundstein für ein Malaria-Hospiz gelegt und 1910 die Kirche eingeweiht.

In den Deckenmalereien über der Orgelempore thronen die beiden Stifter Auguste Viktoria und Wilhelm II. mit dem Modell der Kirche, umgeben von kreuzritterlichen Herrschern König Konrad III. (1093-1152), Kaiser Barbarossa (1122-1190), Kaiser Friedrich II. (1215–1250), Richard Löwenherz (1157-1199), Ludwig VII. von Frankreich (1120-1180), Philipp II. August (1165-1223). Vier weitere Kreuzritter-Könige, Gottfried von Bouillon, Balduin I. (1172-1205) und II. (1217-1273) und Fulko V. (1092-1143) flankieren diese Szene. Diese Deckenmalereien wurden 1910-11 von dem in Jerusalem lebenden Maler Schmidt nach Entwürfen Otto Vittali d. J. (1872-1959) ausgeführt.

Die Stadt Jerusalem erscheint als Hintergrund der Kreuzigungsszene in der westlichen Lünette des Chorraumes. Es ist eine Mosaikarbeit, die nach dem Entwurf von Ernst Pfannschmidt (1868-1941) nach 1910 durch die Berliner Firma Puhl & Wagner ausgeführt wurde.

Krankenhaus

Das zugehörige Krankenhaus erlebte eine wechselvoller Geschichte. Es diente als deutsch-türkisches Geneneralstabsquartier im I. Weltkrieg, Sitz des britischen High-Commissioners Herbert Louis Samuel in der Mandatszeit und britisches Militärlazarett im 2. Weltkrieg. Das IRK nutzte das Krankenhaus für Palästinenser nach dem Jüdisch-Arabischen Krieg von 1948. Nach langjähriger Nutzung durch das "Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten" (UNRWA) in Zusammenarbeit mit dem LWB besteht dort heute ein Evangelisches Pilger- und Begegnungszentrum sowie ein HNO-Krankenhaus mit 164 Betten.


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