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Hochverfügbarkeit

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Der Begriff Hochverfügbarkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, bei Ausfall einer seiner Komponenten einen uneingeschränkten Betrieb zu gewährleisten.

Inhaltsverzeichnis

Verfügbarkeit und Hochverfügbarkeit

Ein System wird als verfügbar bezeichnet, wenn es in der Lage ist, die Aufgaben zu erfüllen, für die es vorgesehen ist. Als Verfügbarkeit wird die Wahrscheinlichkeit, dass ein System innerhalb eines spezifizierten Zeitraums funktionstüchtig (verfügbar) ist, bezeichnet. Die Verfügbarkeit wird als Verhältnis aus Downtime und Uptime eines Systems bemessen:

\mathrm{Verf\ddot{u}gbarkeit} = \frac{\mathrm{Uptime}}{\mathrm{Downtime}+\mathrm{Uptime}}

"Ein System gilt als hochverfügbar, wenn eine Anwendung auch im Fehlerfall weiterhin verfügbar ist und ohne unmittelbaren menschlichen Eingriff weiter genutzt werden kann. In der Konsequenz heißt dies, dass der Anwender keine oder nur eine kurze Unterbrechung wahrnimmt. Hochverfügbarkeit (abgekürzt auch HA, abgeleitet von engl. High Availability) bezeichnet also die Fähigkeit eines Systems, bei Ausfall einer seiner Komponenten einen uneingeschränkten Betrieb zu gewährleisten".[1]

Die Definition des Begriffes High Availability (engl. Hochverfügbarkeit) durch das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) lautet:

"Availability of resources in a computer system, in the wake of component failures in the system."
Dieser Artikel oder Abschnitt ist unverständlich formuliert. Eine konkrete Begründung findet sich auf der Diskussionsseite des Artikels oder in der Versionsgeschichte.


Einteilung

Die Harvard Research Group (HRG) teilt Hochverfügbarkeit in ihrer Availability Environment Classification (kurz: AEC 0-5) in 6 Klassen ein [HRG_2002] (siehe Tabelle).

HRG Klasse Verfügbarkeitsklasse Bezeichnung Verfügbarkeit in % Ausfallzeit pro Jahr Erklärung
- 1 - 90 36,5 Tage Funktion kann unterbrochen werden, Datenintegrität ist nicht essentiell.
AEC-0 2 Conventional 99 3,7 Tage Funktion kann unterbrochen werden, Datenintegrität muss jedoch gewährleistet sein.
AEC-1 3 Highly Reliable 99,9 8,8 Stunden Funktion kann unterbrochen werden, Datenintegrität muss jedoch gewährleistet sein.
AEC-2 4 High Availability 99,99 52,2 Minuten Funktion darf nur innerhalb festgelegter Zeiten bzw. zur Hauptbetriebszeit minimal unterbrochen werden.
AEC-3 5 Fault Resistant 99,999 5,3 Minuten Funktion muss innerhalb festgelegter Zeiten bzw. während der Hauptbetriebszeit ununterbrochen aufrechterhalten werden.
AEC-4 6 Fault Tolerant 99,9999 32 Sekunden Funktion muss ununterbrochen aufrechterhalten werden, 24*7 Betrieb (24 Stunden, 7 Tage die Woche) muss gewährleistet sein.
AEC-5 7 Disaster Tolerant 99,99999 3 Sekunden Funktion muss unter allen Umständen verfügbar sein.

Die Hochverfügbarkeit wird in Unternehmen häufig im Rahmen von Service Level Agreements (SLA) definiert, und stellt ein wesentliches Bewertungskriterium für IT-Services dar.

Literatur

  • Bookman, Charles: Linux Clustering, ISBN 1-578-70274-7
  • Gebauer, Hartmann: Clustering mit Windows NT, Addison-Wesley 1999, ISBN 3-827-31403-8
  • Held, Andrea: Oracle 10g Hochverfügbarkeit, Addison-Wesley 2004, ISBN 3-827-32163-8
  • Soltau, Michael: Unix/Linux Hochverfügbarkeit, MITP 2002, ISBN 3-826-60775-9
  • Martin Wieczorek, Uwe Naujoks u. Bob Bartlett (Hrsg.): Business Continuity, Springer 2003, ISBN 3-540-44285-5
  • Marcus, Evan u. Stern, Hal: Blueprints for High Availability: Designing Resilient Distributed Systems, John Wiley & Sons 2000, ISBN 0471356018
  • Piedad, Floyd u. Hawkins, Michael: High Availability: Design, Techniques and Processes, Prentice Hall Ptr 2000, ISBN 0130962880

Siehe auch

Quellen

Wikipedia
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