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Hex-Editor
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Unter einem Hex-Editor (auch Hexeditor) versteht man ein Computerprogramm, das in der Lage ist, den Inhalt einer beliebigen Datei als Folge von Hexadezimal-Zahlen darzustellen und zu bearbeiten. Fehlt die Bearbeitungsmöglichkeit, spricht man von einem Hex-Viewer. Zum Verständnis ist es wichtig, dass grundsätzlich jedes Software- und Datenelement auf unterster Ebene nur aus Zahlen (bzw. in der Hardware aus Stromimpulsen) besteht. Programme, die beispielsweise Bilder darstellen, lesen diese Zahlen aus der Bilddatei, formen sie in ein allgemeines Bildformat um und schicken diese, über die Grafikkarte, zum Bildschirm. Dort geben die Zahlen/die Stromimpulse schließlich an wie hell der Rot, Grün bzw. Blau-Anteil eines jeden Pixels leuchten soll. Ein Hex-Editor/Hex-Viewer zeigt alle Daten (egal ob Bild, Ton, Text oder anderer Art) als Zahlenfolge dar, ohne Teile wegzulassen oder sie zu interpretieren. Somit ist es z. B. möglich, beschädigte Daten zu lesen und wiederherzustellen, die Struktur eines Dateiformats zu analysieren, oder Bereiche zu bearbeiten, die üblicherweise nicht zugänglich sind.
Übliche Darstellung einer Datei durch einen Hex-Editor:
00000 48 61 6C 6C 6F 2C 20 64 69 65 73 20 69 73 74 20 Hallo, dies ist 00010 65 69 6E 20 42 65 69 73 70 69 65 6C 2D 54 65 78 ein Beispiel-Tex 00020 74 2E t.
Hex-Editoren sind in der Regel folgendermaßen aufgebaut:
- Ganz links wird ein Offset angezeigt. Dieser gibt die Anzahl der vorausgegangenen Bytes in Hexadezimalschreibweise an. (Im Beispiel: In der ersten Zeile ist der Offset 0, also der Dateianfang. In der zweiten Zeile ist es 1016, also sind schon 1016 = 1610 Bytes vorangegangen.) Einige Hex-Editoren zeigen Offset-, Cluster- und Sektornummern (die letzten beiden sind für Bearbeitung der Daten auf Dateisystemebene wichtig) auch dezimal an.
- Mittig sind die Bytes der Datei, jeweils hexadezimal dargestellt.
- Ganz rechts schließlich stehen die Bytes der aktuellen Zeile nochmal, und zwar als Text (in einem gewissen Zeichensatz) dargestellt. In diesem Fall werden die Bytes als ASCII interpretiert, da dies der gebräuchlichste 1-Byte-Code ist. Hierbei gilt es zu beachten, dass diese Darstellung nur dann brauchbar ist, wenn es sich bei den Daten auch wirklich um Text handelt (so wirken Bilder häufig wie eine zufällige Aneinanderreihung von Zeichen, manchmal sind aber auch noch Muster zu erkennen).
Ursprünglich wurden Hex-Editoren dazu geschrieben, den Inhalt von Binärdateien anzuzeigen und zu bearbeiten, die nicht mit Texteditoren dargestellt werden können.
Editoren
- HxD schneller Hex-Editor inklusive Disk-Editor und RAM-Editor (deutsch- und englischsprachige Freeware)
- winhex (deutschsprachige Shareware)
- HT (sehr leistungsfähiger Open Source Hex-Editor/Disassembler für DOS, Linux, Unix und Windows)
- BIEW
- Tiny Hexer Hex-Editor inklusive Skriptsprache und Disk- und RAM-Editor (deutsch- und englischsprachige Freeware)
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