Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Herzogtum Pommern

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/f/fe/Pomeraniae_Ducatus_Tabula.jpg': No such file or directory.
Karte des Herzogtums Pommern aus dem 17. Jahrhundert

Herzogtum Pommern ist die Bezeichnung für eine Reihe von verschiedenen Herzogtümern des Heiligen Römischen Reiches, die in wechselnder räumlicher und politischer Aufteilung vom 12. bis zum 17. Jahrhundert in dem Gebiet der historischen Landschaft Pommern bestanden. Auf den Gebiet Pommerns, gelegen an der Südküste der Ostsee auf beiden Seiten des Flusses Oder, bestehen heute der Landesteil Vorpommern des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern sowie die Woiwodschaft Westpommern und zu einem kleineren Teil die Woiwodschaft Pommern in der Republik Polen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

In Pommern gab es im Laufe der Geschichte mehrere Herzogtümer, deren geographischer und politischer Bestand sich durch Vereinigungen und Aufteilungen mehrfach änderte. Die in diesen Territorien herrschenden Herzöge werden dabei, entsprechend dem Greifen als gemeinsamen pommerschen Wappentier, zusammenfassend als Greifenherzöge bezeichnend. Zu den Herzogtümern in Pommern, deren Namenszusatz dem jeweiligen Herrschaftssitz entspricht, zählen

Während dieser Zeit bestanden in diesem Gebiet von 1128 bis 1140 das Bistum Wollin und anschließend bis 1656 das Bistum Cammin als kirchliche Verwaltungsstrukturen.

Entwicklung

Entstehung des Herzogtums

Um 995 unterwarf der polnische Herzog Bogislaw I. (der Tapfere) das Land östlich der Oder. Im Zuge der Polenkriege zwischen 1005 und 1013 erlangte Pommern seine Unabhängigkeit wieder. Frühe Versuche der Christianisierung dieses Gebietes scheiterten. Der seit 1042 andauernde Konflikt des Pommernfürsten Siemomysl mit dem polnischem Herzog Kasimir I. wurde 1046 vor Kaiser Heinrich III. verhandelt. Ab Mitte des 11. Jahrhunderts kam es zu Einfällen der Dänen. Der erste nachweisbare Fürst Pommerns war um 1100 Swantibor I. Unter seinen Söhnen kam es zur Aufteilung des Landes. Die Polen eroberten die Burgen Czarnikau um 1108 und Nakel im Jahr 1113.

Im Mai 1124 brach Otto von Bamberg von Gnesen zu seiner ersten Missionsreise auf, die ihn über Pyritz nach Cammin und Stettin führte. Bereits im Februar 1125 kehrte er nach Gnesen zurück. Auf seiner zweiten Missionsreise erreichte Otto von Bamberg im Jahre 1128 Demmin und Usedom. Nach dem Tod des Pommernfürsten Wartislaw I. entstanden unter seinen Söhnen Kasimir I. und Bogislaw I. gegen Ende des 12. Jahrhunderds die beiden Teilherzogtümer Pommern-Demmin und Pommern-Stettin. Diese schlossen sich 1181 dem Deutschen Reich an, jedoch verlieh Kaiser Friedrich I. die Lehnshoheit über Pommern dem Markgrafen Otto I. von Brandenburg.

Herzogtum Pommern-Demmin

Kasimir I. von Demmin war der erste Herzog ab 1170. Bereits am 17. Mai 1264 erlosch diese Linie mit dem Tod von Wartislaw III. wieder.

Herzogtum Pommern-Stettin

Bogislaw I. herrschte über Pommern-Stettin und heiratete Anastasia von Polen, die Tochter Mieszko III.. Nach seinem Tod 1187 wurde das Herzogtum geteilt. Unter Barnim I. wurde seit 1230 verstärkt die deutsche Besiedelung des Landes betrieben und zahlreiche Städte nach lübschen Recht gegründet. Um 1250 ging die pommersche Uckermark an Brandenburg. Nachdem im Jahr 1294 das ursprüngliche Herrschergeschlecht ausstarb, kam es zunächst zu einer Aufteilung in die Teilherzogtümer Pommern-Wolgast und Pommern-Stettin. Der Westteil des Fürstentums Pommerellen, das Gebiet um Schlawe und Stolp, fiel im Jahre 1317 an das Herzogtum.

Herzogtum Pommern-Wolgast

Das Herzogtum Pommern-Wolgast wurde 1309 durch Bogislaw IV. begründet. Nach dem Tod des Fürsten von Rügen Wizlaw III. fielen 1325 die Insel Rügen und das Herzogtum Barth an Pommern-Wolgast. Im Jahr 1372 wurde in Stargard die Teilung von Pommern-Wolgast in Hinterpommern, das an Bogislaw V. fiel, und Vorpommern, das an die Söhne Barnims ging, beschlossen. Im Jahr 1456 wurde die Universität Greifswald gegründet. Von 1478 bis 1523 kam es nochmal zu einer Vereinigung der beiden pommerschen Herzogtümer unter Bogislaw X.. Bereits 1523 wurde Pommern jedoch wiederum in zwei Herzogtümer geteilt. Unter Johannes Bugenhagen kam es 1534 zur Reformation.

Ende des Herzogtums in Pommern

Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges geriet Pommern 1630 zunächst unter schwedische Herrschaft. Im Jahr 1637 starb Bogislaw XIV. als letzter Herzog Pommerns kinderlos. Bis zum Westfälischen Frieden 1648 wurde das gesamte Gebiet Pommerns von Schweden verwaltet, anschließend wurde es in das zum Kurfürstentum Brandenburg gehörende Hinterpommern und das weiterhin als Schwedisch-Pommern bei Schweden verbleibende Vorpommern geteilt. Nach dem Großen Nordischen Krieg von 1700 bis 1721 kam zunächst der südlich der Peene gelegene Teil Vorpommerns an das Königreich Preußen, nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 dann auch der nördliche Teil. Pommern bestand anschließend bis 1945 als Provinz unter brandenburg-preußischer Herrschaft.

Siehe auch

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Herzogtum_Pommern, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen