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Hermann Heinrich Becker

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Hermann Heinrich Becker 1878, Ausschnitt aus einem Gemälde von Julius Schrader im historischen Kölner Rathaus.

Hermann Heinrich Becker (der rote Becker) (* 15. September 1820 in Elberfeld; † 9. Dezember 1885 in Köln) war ein deutscher Politiker.

Er studierte in Heidelberg, Bonn und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften, nahm später als Publizist und Volksredner an den Bewegungen der Jahre 1848 und 1849 lebhaften Anteil. Er war 1852 einer der Hauptangeklagten im Kölner Kommunistenprozess, durfte Köln nicht mehr betreten, verlor die bürgerlichen Ehrenrechte und wurde deshalb aus der Liste der Referendare gestrichen. Becker wurde zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt, die er in Weichselmünde (heute polnisch: Wisłoujście) verbüßte. Danach ließ er sich in Dortmund nieder, arbeitete eine Zeit lang in einem kaufmännischen Geschäft, beteiligte sich dann als Mitarbeiter an verschiedenen politischen und volkswirtschaftlichen Zeitschriften und widmete zugleich seine Kräfte dem städtischen Gemeinwesen. Er wurde Stadtverordneter, Vorsitzender der Volksbank, des Gewerbevereins und 1870 Oberbürgermeister daselbst. Außerdem vertrat er den Wahlkreis Dortmund 1862 im preußischen Abgeordnetenhaus, im norddeutschen und deutschen Reichstag, in welchen Körperschaften er der Fortschrittspartei angehörte, bis er 1872 als Vertreter der Stadt Dortmund in das Herrenhaus berufen wurde. 1875 verließ er Dortmund und wurde zum Oberbürgermeister in Köln gewählt und für diese Stadt Mitglied des Herrenhauses sowie des Staatsrats, was er bis zu seinem Tod 1885 blieb.

Literatur

  • Carl Hackenberg: Der rote Becker. Leipzig, 1899

Weblinks

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Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel soweit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.


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