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Herend
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Herend ist die älteste und größte Porzellanmanufaktur in Ungarn und zählt heute zu den bedeutenden Manufakturen in Europa. Sie wurde 1826 in dem Ort Herend (Komitat Veszprém) von dem Keramiker Vince Stingl gegründet.
Unter seinem neuen Eigentümer Mór Fischer begann ab 1839 der Aufstieg des Werkes. Er begann mit Ergänzungen alter asiatischer und europäischer Speiseservice für die ungarische Aristokratie. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen und mit den durch diese Aufträge geknüpften Kontakten gelangen ihm Erfolge mit eigenen Kreationen, die auf den großen Ausstellungen in Wien, London, New York und Paris Mitte des 19. Jahrhunderts ausgezeichnet wurden. Die prominenten Besteller dieser Zeit (Königin Victoria, Kaiser Franz Joseph, die Familien Esterházy, Batthyány, Rothschild, und Apponyi) sind teilweise Namensgeber für die heute noch hergestellten Dekore.
In der Folge wurde die Manufaktur in Herend k.u.k. Hoflieferant.
In den Jahren nach 1874 verlor die Manufaktur an Qualität und Bedeutung, bis Anfang des 20 Jahrhunderts unter Fischers Enkel Jenõ Farkasházy ein erneuter Aufschwung einsetzte. Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Manufaktur in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie 1948 verstaatlicht. Im Jahr 1993 erfolgt die Privatisierung, so dass sich heute 75% der Anteile im Besitz der etwa 1.700 Mitarbeiter befinden.
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