Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Hepatitis D

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
B17.8 Sonstige näher bezeichnete akute Virushepatitis
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hepatitis_D, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Die Hepatitis D ist eine Infektionskrankheit, die ausschließlich beim Menschen mit bereits vorliegender Hepatitis-B-Infektion vorkommt. Der Erreger, das Hepatitis-D-Virus (früher Delta-Agens oder Delta-Virus genannt) kann sich nur mit Hilfe des vom Hepatitis-B-Virus stammenden Oberflächenproteins (HBsAg) vermehren. Eine Impfung bzw. eine Therapie gegen Hepatitis B ist gleichzeitig gegen die Hepatitis D wirksam.

Inhaltsverzeichnis

Erreger

Das Hepatitis-D-Virus (HDV) ist eine Seltenheit (Rarität) der Natur. Es ist ein defektes Virus, ein so genanntes Virusoid nur aus einem stark verdrilltem (negativen) RNA-Ring. Dieses Virus hat also keine eigene Hülle und braucht das Hepatitis-B-Virus als Hüllen-Spender. Es hat die Eigenschaft die Hüllproteine (HBsAg) des Hepatitis-B-Virus zu binden und besitzt damit den gleichen Infektionsweg wie das HBV.

Aufgrund dieses Defektes kann es nur zu einer Infektion kommen, wenn auch das Hepatitis-B-Virus gleichzeitig vorhanden ist. Das heisst, nur Patienten mit einer HBV-Infektion können sich auch mit HDV infizieren!

Auch hier kann es zu einer chronischen Entzündung der Leber kommen.

Verbreitung

Das HDV ist im Mittelmeerraum, in Rumänien, auf der arabischen Halbinsel, in Teilen von Afrika und Mittel- und Südamerika endemisch.

Übertragung

Beide Viren, Hepatitis B und D, werden besonders durch infizierte Spritzen übertragen. Entsprechend findet man Hepatitis D oft bei Drogenabhängigen.

Verlauf

Für die Prognose des Patienten ist es von Bedeutung, ob die Infektion mit Hepatitis D gleichzeitig mit Hepatitis B erfolgte (Simultaninfektion) oder nachträglich (Superinfektion). Im letzteren Fall leidet die Leber deutlich stärker. Das entspricht der allgemeinen Beobachtung bei Hepatitis, dass der „second hit“, der zweite schwere Schädigungseinfluss,der oft das Fass zum Überlaufen bringt und schnell zu einer Leberzirrhose führen kann.

Vorbeugung

Wer gegen Hepatitis B geimpft ist, ist damit gleichzeitig auch gegen Hepatitis D geschützt.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hepatitis_D, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge