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Henri Pirenne

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Henri Pirenne (* 23. September 1862 in Verviers; † 25. Dezember 1935 in Uccle) war ein belgischer Historiker.

Er studierte Geschichte und Rechtswissenschaft an der Universität Lüttich, setzte seine Studien in Paris, Leipzig und Berlin fort. Er erhielt bereits im Alter von 24 Jahren die Professur für mittelalterliche Geschichte an der Universität Gent und wurde bekannt durch eine von ihm postulierte These, wonach die kulturelle Einheit der Mittelmeerwelt erst durch die Islamische Expansion, und eben nicht durch die Invasion der germanischen Völker, zerstört worden sei (siehe auch Pirenne-These).

Sein wichtigstes Werk (welches allerdings erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde) war Mahomet et Charlemagne, 1936 erschienen, in dem er seine auch seine später so genannte Pirenne-These formulierte.

Werke

  • Henri Pirenne: Mahomet et Charlemagne, Paris/Bruxelles 1936 (dt.: Geburt des Abendlandes. Untergang der Antike am Mittelmeer und Aufstieg des germanischen Mittelalters, Amsterdam 1939, mehrere Neuauflagen).

Verfügbare Ausgabe bei Fischer Verlag:

  • Henri Pirenne: Mahomet und Karl der Große. Frankfurt a.M. 1963 u. 1986, ISBN 3-596-24345-9

Literatur

  • Erna Patzelt: Die fränkische Kultur und der Islam, Aalen 1978 (Die Autorin stellt Argumente gegen die Thesen von Pirenne dar, mit ausführlichen historischen Beispielen und Zusammenhängen. Eine umfassende Entgegnung.)

Weblinks

Persönliche Werkzeuge