Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Helvetica (Schriftart)

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Lorem Ipsum Helvetica.png
Schriftbeispiel für die Schriftart Helvetica
Bild:Pangramm de Helvetica.png
Schriftbeispiel für die Schriftart Helvetica

Die Helvetica ist eine Schriftart aus der Gruppe der serifenlosen Linear-Antiqua oder Grotesk. Sie gehört zu den weitestverbreiteten serifenlosen Schriftarten.

Gestaltet wurden die ersten Schnitte der Schrift 1957 vom Zürcher Grafiker Max Miedinger in Zusammenarbeit mit Eduard Hoffmann, dem Geschäftsführer der Haas'schen Schriftgiesserei AG in Münchenstein, wobei sie sich von der Akzidenz Grotesk inspirieren ließen. Vermarktet wurde die Helvetica zunächst als Neue Haas-Grotesk. Nach Übernahme der Haas’schen Schriftgiesserei durch die D. Stempel AG wurde durch diese eine Namensänderung zu Helvetia vorgeschlagen, um auf dem amerikanischen Markt mehr Chancen zu haben. Dies gefiel der Haas'sche Schriftgiesserei jedoch nicht, "man könne keine Schriftart nach einem Land benennen" und schlug stattdessen Helvetica vor. So kam die Schriftart 1961 als Helvetica auf den Markt. Der lateinische Name bedeutet soviel wie „die Schweizerische“ oder „die Schweizerin“ und spielt auf die Schweiz (lat. Helvetia) an, aus der die Schrift stammt. 1985 wurde die D. Stempel AG von Linotype übernommen.

1983 entwarf die D. Stempel AG für Linotype die Schriftfamilie Neue Helvetica. Dabei wurden die historisch gewachsenen und nicht immer zueinander passenden Schnitte harmonisiert. Heute existieren 51 Schriftschnitte in dieser Familie.

Das Schriftbild der Helvetica ist nicht nur durch ihren Einsatz als Hausschrift vieler Firmen bekannt, sondern auch dadurch, dass sie neben der Grotesque 215 als Vorlage für die Arial diente, die mit dem Betriebssystem Microsoft Windows verteilt wird. Open Source Software benutzt als Ersatz häufig „Nimbus Sans L Regular“, das von der URW Software & Type kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.

Im Jahr 2007 feierte Helvetica ihr 50-jähriges Bestehen und wurde unter anderem durch einen dokumentarischen Kino-Film über die Schriftart gewürdigt. Anläßlich des Jubiläums widmete das New Yorker Museum of Modern Art der Schrift eine Ausstellung.

Inhaltsverzeichnis

Plagiate

  • Im Softwarepaket von CorelDraw ist eine Plagiat-Schrift mit allen relevanten Schriftschnitten Namens Swiss bzw. Switzerland als Ersatz für die Helvetica enthalten.
  • B & P Graphics (Dublin, Irland) veröffentlichte 1991 mit der CD SERIALS Vol. 2 (Sans Serif Collection) ebenfalls Plagiate namens Olympia (Für Helvetica) und Olympia 88 (für Helvetica Neue).

Klassifikation der Schrift

  • Nach DIN 16518 kategorisiert man die Helvetica in der Gruppe VIa (Serifenlose Linearantiqua mit klassizistischem Charakter)
  • Hans Peter Willberg würde sie in seiner Klassifikationsmatrix als statische Grotesk einordnen.

Literatur

Weblinks

Siehe auch: Schweizer Typografie

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Helvetica_%28Schriftart%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge