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Helmut Kohl (Schiedsrichter)

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Helmut Kohl (* 8. Februar 1943; † 26. September 1991) war ein österreichischer Fußballschiedsrichter.

Der aus Nußdorf stammende Kohl, hauptberuflich als städtischer Beamter tätig, erlebte seinen Karrierehöhepunkt bei der Weltmeisterschaft in Italien 1990, bei der er drei Spiele leiten durfte. Nach den Vorrundenspielen Uruguay − Spanien und Brasilien − Schottland wurde er für die Viertelfinalpaarung zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der CSFR angesetzt.

Dabei trat Kohl in der 70. Minute in den Mittelpunkt des Geschehens, als er dem Tschechoslowaken Lubomír Moravčík beim Stand von 1:0 für Deutschland die Rote Karte zeigte. Moravčík hatte sich darüber geärgert, dass Kohl ihm nach einem Zweikampf mit Pierre Littbarski einen Freistoß verweigert hatte, und aus Frust ein Luftloch getreten. Dabei hatte sich sein offenbar schlecht geschnürter Schuh vom Fuß gelöst und war hoch in die Luft geflogen. Kohl verstand keinen Spaß, deutete die Aktion als Brüskierung seiner Person und stellte den bereits verwarnten Tschechoslowaken vom Platz. Obwohl diese Entscheidung seinerzeit als äußerst hart empfunden wurde, landete Kohl bei der Wahl zum Weltschiedsrichter in diesem Jahr auf dem siebten Platz. [1]

Kohl starb 1991 an Krebs. Vier Jahre später wurden Vorwürfe der Bestechlichkeit gegen ihn laut. So soll er 1989 nach dem UEFA-Pokal-Spiel zwischen Olympique Marseille und AEK Athen im Auftrag der Franzosen, die durch ein Unentschieden die nächste Runde erreicht hatten, umgerechnet rund 100.000 Mark erhalten haben. [2]

Quellen

  1. Merk löste Collina als "Referee des Jahres" ab
  2. Berliner Zeitung: Spielervermittler gibt Bestechung zu
Wikipedia
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