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Helmut Knochen

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Helmut Knochen (* 14. März 1910 in Magdeburg; † 4. April 2003 in Offenbach am Main) war von 1940 bis 1942 Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in Paris (BdS). Nach der Befreiung Frankreichs durch die Alliierten gehörte Knochen zur Leibstandarte Adolf Hitler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Knochen studierte Geschichte und Englisch in Universität Leipzig und Georg-August-Universität Göttingen. Er schloss mit einer Promotion zum Dr. phil. in Göttingen ab. Noch vor der Machtergreifung trat er 1932 der NSDAP bei. Ab 1936 gehörte Knochen zur SS, wo er es 1942 bis zum Standartenführer brachte. Zusammen mit seinem Stellvertreter Kurt Lischka und Karl Oberg war er in Paris zuständig für über 200.000 Deportationen in verschiedene Konzentrationslager.

Nach 1945

Im Juni 1946 wurde er durch ein britisches Militärgericht in Wuppertal wegen Mordes an gefangenen britischen Piloten in den Vogesen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde jedoch nicht vollstreckt, stattdessen erfolgte am 1. Juli 1947 die Auslieferung an Frankreich. Dort wurde er am 10. Oktober 1954 durch ein französisches Militärtribunal in Paris ebenfalls zum Tode verurteilt. 1958 wurde das Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt, im Dezember 1962 erfolgte die Freilassung aus französischer Haft.

Zurück in Deutschland wohnte Knochen zunächst in Baden-Baden, später in Hahnenklee bei Clausthal-Zellerfeld. Er heiratete erstmals; aus der Ehe ging ein Sohn hervor. Ab 1963 lebte er in Offenbach am Main. Helmut Knochen war als Versicherungsvertreter tätig und heiratete 1982 ein zweites Mal.

Literatur

  • Claudia Moisel Frankreich und die deutschen Kriegsverbrecher. Politik und Praxis der Strafverfolgung nach dem Zweiten Weltkrieg (= Norbert Frei (Hrsg): Beiträge zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Band 2) Göttingen: Wallstein, 2004. ISBN 3-89244-749-7

Weblinks

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