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Heliodoros (Autor)

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Heliodoros aus Emesa (Heliodor) war ein Sophist aus der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts. Er wurde früher fälschlicherweise mit dem Bischof von Trikka in Thessalien (um 390) identifiziert. Er ist der Verfasser eines griechischen Romans: "Aethiopica", in zehn Büchern, von den wunderbaren Schicksalen der äthiopischen Königstochter Chariklea und des Thessaliers Theagenes. Heliodoros war für die meisten der folgenden Romanschriftsteller Vorbild. Motive aus seinem Roman lieferten außerdem die Vorlage zu Giuseppe Verdis Oper Aida.

In Erfindung, Anlage, Schilderung und ethischem Gehalt gehört er zu den besten Leistungen auf diesem Gebiet der griechischen Literatur; ebenso zeichnet er sich durch Reinheit und Eleganz der Sprache aus.

Ausgaben lieferten Korais (Par. 1804, 2 Bde.), Mitscherlich (Leipz. 1805, 2 Bde.), I. Bekker (das. 1855), Hirschig (in "Scriptores erotici", Par. 1856); Übersetzungen Göttling (Frankf. 1822), Jacobs (Stuttg. 1837), Fischer (das. 1869).

Literatur

Heliodor, Die äthiopischen Abenteuer von Theagenes und Charikleia, Ditzingen (Reclam), ISBN 3150093848

Bild:Meyerskonvlexikon.jpg Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel soweit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
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