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Heinrich Kühn

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Heinrich Kühn (* 25. Februar 1866 in Dresden; † 14. September 1944 in Birgitz bei Innsbruck) war ein österreichischer Fotograf und Fotopionier.

Mit seinen Bildern, die dem Impressionismus nahe stehen, gilt er als Begründer der Kunstfotografie – der ersten fotografischen Stilrichtung, die sich überhaupt als eigenständige Kunst international etablieren konnte. Kühns Bilder wirken wie mit einem Weichzeichner aufgenommen und sehr piktorialistisch.

Technisch setzte er seine Absichten vor allem mit den Mitteln des Gummidrucks um, den er zum kombinierten oder mehrschichtigen Gummidruck entwickelte. Dadurch ergaben sich bisher nicht gekannte Möglichkeiten gestalterischer Beeinflussung des Bildes und farbiger Manipulationsmöglichkeiten.

1911 erfand Kühn die Gummigravüre, die eine Kombination von Heliogravüre und Gummidruck darstellt. 1915 entwickelte er den Leimdruck, ein Chromatverfahren, bei dem Fischleim als Kolloid verwendet wird und das eine gummidruckartige Bildwirkung erzielt. Auch die Syngraphie wurde von ihm erfunden. Es ist ein – heute vergessenes – Verfahren, das mit zwei Negativen in unterschiedlicher Empfindlichkeit arbeitet und so im Positiv eine höhere Tonwertskala erreicht. Auf Kühns Entwicklung basiert der Zwei-Schichten-Film, der zwei Schichten von unterschiedlicher Empfindlichkeit kombiniert und besonders in der Reproduktionsfotografie verwendet wurde.

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