Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Bergfriedhof (Heidelberg)
Aus Kefk.
Der Bergfriedhof ist ein konfessionsübergreifender Friedhof im Süd-Westen Heidelbergs im Gebiet des Stadtteils Südstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die etwa 18 ha große Anlage wurde von dem Gartenarchitekten Johann Metzger 1842 gestaltet. 1844 wurde der Friedhof eingeweiht. Der Architekt passte dabei den Friedhof den landschaftlichen Begebenheiten an, wodurch ein romantisches Gesamtbild entstand, weshalb der Friedhof als einer der schönsten Deutschlands gilt. Er liegt am Fuß des Königstuhls nach Westen orientiert.
Nutzung
Viele bekannte Heidelberger Persönlichkeiten haben auf dem Bergfriedhof ihre letzte Ruhestätte gefunden, darunter der Reichspräsident Friedrich Ebert, der Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler sowie die Wissenschaftler Carl Bosch und Robert Bunsen, der Astronom Max Wolf, der Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß, der Theologe Martin Dibelius, der Erfinder Felix Wankel, der Rechtsphilosoph Gustav Radbruch, der Soziologe Max Weber oder der Priester Alfons Beil und die Dichterin Hilde Domin.
Denkmäler erinnern an die Opfer der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, die während der Shoa vernichtete jüdische Gemeinde sowie an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71.
Direkt anschließend, aber als separater Friedhof, folgt das jüdische Gräberfeld. Es wird auch nach dem 2. Weltkrieg genutzt.
Der Friedhof ist auch bekannt für einen großen und manchmal recht lauten Bestand von Halsbandsittichen.
Der Bergfriedhof kann über die Straßenbahnlinien 23 und 24 erreicht werden, die jeweils direkt vor dem Haupttor halten.
Literatur
- Rudolf Schuler (Photos), Richard Henk (Text): Heidelberg. Braus, Heidelberg 1990, ISBN 3-921524-46-6
- Leena Ruuskanen: Der Heidelberger Bergfriedhof, Kulturgeschichte und Grabkultur, Ausgewählte Grabstätten, (Buchreihe der Stadt Heidelberg Band III), Heidelberg 1992, ISBN 3-924973-45-8
Weblinks
Koordinaten: 49° 23' 50" N, 8° 41' 25" O
