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Hedgehog (Waffe)
Aus Kefk.
Der Hedgehog (deutsch: "Igel") erhielt seinen Namen wegen seines Aussehens. Er war ein einfacher effektiver Röhrenmörser und konnte mit 24 Mörsergranaten bestückt werden, die vom U-Boot-Jäger aus vorwärts gerichtet abgefeuert wurden und beim Eintauchen ins Wasser eine elliptische (Mark 10 Hedgehog) oder runde (Mark 11) Fläche von ca. 40 m Durchmesser abdeckten. Die Geschosse verwendeten Aufschlagzünder, so dass nur direkte Treffer diese Sprengkörper zur Detonation brachten. Allerdings reichten 1-2 Treffer in der Regel aus, um ein U-Boot zu versenken.
Vergleich des Hedgehog mit konventionellen Wasserbomben
Vorteile:
- Die genaue Tiefe des Ziels musste nicht bekannt sein
- Da die Waffe vom angreifenden Schiff nach vorne abgefeuert wurde, konnte der ASDIC-Kontakt zum Ziel auch während des Bombenwurfes aufrecht erhalten werden. Bei konventionellen Wasserbomben musste das Schiff in voller Fahrt über das U-Boot fahren, wodurch der ASDIC-Kontakt abriss. In diesem Moment konnte der Kommandant des U-Bootes durch eine Kurs- bzw. Tiefenänderung sein Boot etwas aus der Gefahrenzone manövrieren
- Bei erfolglosen Angriffen wurde das Wasser nicht aufgewirbelt und der Einsatz des ASDIC für weitere Angriffe nicht behindert
Nachteile:
- Durch die ausbleibenden Explosionen bei erfolglosen Angriffen war die psychologische Wirkung auf die U-Boot-Besatzung geringer
- kumulative Beschädigungen des U-Bootes blieben aus, wenn es nicht direkt getroffen wurde
Insgesamt erwies sich der Hedgehog als wesentlich effektiver als konventionelle Wasserbomben. Etwa 25 % der damit angegriffenen U-Boote wurden versenkt, während Wasserbomben nur auf etwa 7 % Erfolgsquote kamen.
Technische Daten
- Reichweite: 230–260 m
- Eigengewicht der Lafette: ca. 13 t
- Eigengewicht je Wasserbombe: 30 kg
- Sinkgeschwindigkeit: ca. 7 m/s
- Feuerrate: 1 Salve pro 3 min
- Ladung je Wasserbombe: 14 kg
