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Hatzfeldhafen

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Hatzfeldhafen (auch Hatzfeldthaven oder Hatzfeldhaven) ist ein kleiner Ort an der Nordostküste der Madang-Provinz von Papua-Neuguinea. Hatzfeldhafen liegt an der Bismarcksee südöstlich von Podbielski Point in der Nähe der Distrikthauptstadt Bogia.

Der Hafen mit seinen zwei vorgelagerten Inseln wurde 1885 vom deutschen Forscher Otto Finsch entdeckt und zunächst „Samoahafen“ benannt. Am 21. Dezember 1885 wurde die Ansiedlung als zweite Station der deutschen Kolonie nach Finschhafen gegründet, und erhielt im Februar 1888 eine Postanstalt. Am 13. März 1888 wurde bei Hatzfeldhafen die 8 m hohe Flutwelle eines Tsunamis beobachtet, der durch den Ausbruch des Ritterinsel-Vulkans ausgelöst worden war. Nach ständigen Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung wurde die Station am 18. November 1991 für längere Zeit verlassen und später von der katholischen Steyler Mission wieder neu begründet.

Der Name geht vermutlich auf den deutschen Diplomaten Paul von Hatzfeld zu Trachenberg (1831-1901) zurück.

Die Schreibung „Hatzfeldhafen“ richtet sich nach dem Deutschen Kolonial-Lexikon, obwohl „Hatzfeldthafen“ zur Zeit der deutschen Kolonialverwaltung gebräuchlicher war.

Einer der etwa 800 Sprachen in Papua-Neuguinea, die im Jahr 2003 von 1.390 Menschen gesprochen wurde, heißt Hatzfeldthafen-Sprache oder Mala.

Hatzfeldhafen hat einen Flughafen mit dem IATA-Code HAZ.

Siehe auch

Koordinaten: 04°24'0" S 145°13'0" O

Literatur

  • Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon. Band 2, S. 44, Leipzig 1920
  • Joseph Hiery (Hrsg.): Die Deutsche Südsee 1884-1914. Ein Handbuch. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2001, ISBN 3-506-73912-3
Wikipedia
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