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Hasel (Botanik)

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Hasel
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Haselnussgewächse (Coryloideae)
Gattung: Haselnüsse
Wissenschaftlicher Name
Corylus
L.

Die Haseln (Corylus) sind eine Gattung verholzender Sträucher und Bäume in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Es handelt sich um meist sommergrüne Nutz- und Ziersträucher, seltener Bäume.

Die Hasel hat einfache, wechselständige Blätter ohne Nebenblätter. Diese sind doppelt gesägt und haben eine gespitzt eiförmige Form. Sie sind auf der Oberfläche etwas gewellt und relativ groß.

Wie alle Vertreter der Birkengewächse sind die Vertreter der Gattung einhäusig getrenntgeschlechtig. Sie werden vom Wind bestäubt (Anemophilie). Die männlichen Blüten sind perigonlose, hängende Kätzchen. Sie entwickeln sich gleichzeitig wie die von unscheinbaren Blütenhüllen umgebenen weiblichen Blüten, welche kleinen Knospen ähneln, aus denen die rötlichen Narben herausragen. Das Blütenvorblatt entwickelt sich zu einer glockenförmigen, zerrissen gezahnten Hülle, welche die Haselnuss genannte einsamige Frucht umschließt. Haselnüsse enthalten etwa 60% Fett, dazu Eiweiße, Calcium, Eisen sowie die Vitamine A, B1, B2, und C. Sie dienen wohl schon seit vorgeschichtlicher Zeit als Nahrungsmittel.

Sowohl die Blütenpollen des Strauchs als auch die Nüsse besitzen ein allergenes Potenzial. Viele Menschen (insbesondere Birkenpollenallergiker) leiden deshalb in der Blütezeit oder nach dem Verzehr von rohen Haselnüssen unter Allergien.

Vorkommen

Haseln wachsen bevorzugt in Laubwäldern, an Waldrändern oder als Hecken im Brachgelände auf der nördlichen Halbkugel. In den Alpen sind sie teilweise bis auf 1800 m Höhe anzutreffen.

Arten

Es existieren etwa 10 Arten, die in der nördlichen Hemisphäre heimisch sind:

Nutzung

Schon im Altertum diente die Haselnuss als Nahrungsmittel. Vom Schwarzen Meer kommend wurde sie in weiten Teilen des Mittelmeergebiets gegessen. Vor allem in Kampanien (besonders in der Gegend von Abella – daher auch der antike römische Name nux abellana), im heutigen Frankreich und in Süddeutschland war die Hasel verbreitet.

Haselzweige wurden früher als Korbbügel, Flechtzäune, und Vogelschlingen genutzt, stärkere Äste für Spazierstöcke, Armbrustbögen und Wurfspeerschäfte. Verwendung fand das wenig dauerhafte Holz auch bei der Herstellung von schwarzem Schießpulver und weicher Zeichenkohle, als Klärspäne bei der Bier- und Essigproduktion sowie als Tischler- und Drechslermaterial.

Bilder

Sonstiges

Das deutsche Volkslied Schwarzbraun ist die Haselnuss dürfte um 1790 entstanden sein; bekannt ist es unter anderem in der Version des deutschen Volksmusik-Sängers Heino.[1]

Aufgrund ihrer im Vergleich zu anderen Nussarten hohen Bekanntheit und Verbreitung wird im deutschen Sprachraum der Ausdruck Nuss oft synonym für die Haselnuss verwendet.

Referenzen

Weblinks

Wikipedia
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