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Hansruedi Giger

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Bild:H.R.Giger.jpg
H. R. Giger 2005 auf der 2. Zürcher Filmbörse

Hansruedi Giger, eigentlich Hans Rudolf Giger (* 5. Februar 1940 in Chur), ist ein Schweizer Maler und bildender Künstler.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Bild:Giger gitarren.jpg
E-Gitarren im Giger-Design

H. R. Giger wurde als Sohn des Apothekers Hans Richard Giger und seiner Frau Melly Giger geboren. Nach Abschluss des Gymnasiums studierte er ab 1962 Architektur und Industriedesign an der Hochschule für Angewandte Kunst in Zürich. Im Jahr 1966 etablierte er sich als Innenarchitekt. Bereits 1968 war er ausschließlich als Künstler und Filmemacher tätig.

Gigers Werk kann dem Surrealismus zugerechnet werden; im Vergleich zu dem berühmtesten Vertreter dieser Stilrichtung, Salvador Dalí, wird deutlich, wie anders der Blickwinkel Gigers auf die Welt ist. Einflüsse des Phantastischen Realismus leiten sich auch durch die Freundschaft zu Vertretern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus wie Ernst Fuchs her. Wiederkehrendes Thema seiner Werke ist der von ihm geprägte Begriff der Biomechanoiden, der im Lebendigen primär das Mechanische betont und im Zusammenspiel mit sexuellen Andeutungen auf den Betrachter oft verstörend bis makaber wirkt. Neben seinem wichtigen malerischen Werk schafft der Künstler auch Grafiken, Skulpturen und Möbel.

Einem breiteren Publikum bekannt wurde Giger durch seine Arbeit für den Film Alien, die ihm einen Oscar einbrachte.

H. R. Giger lebt und arbeitet in Zürich.


Werke

Bild:Giger Skulptur.jpg
Biomechanoid (2002)

Gemälde

Ab 1966 entstanden die ersten Gemälde Gigers, die meisten davon in Öl. Als Giger 1972 die Spritzpistole (Airbrush) für sich entdeckte, wurde dies seine bevorzugte Malweise. In den folgenden 20 Jahren entstanden etwa 600 Gemälde mit Tusche und Acrylfarben, einige davon über vier Meter breit. Anfang der neunziger Jahre gab Giger die Malerei auf, um sich ganz dem dreidimensionalen Schaffen zu widmen.

Skulpturen

Giger schuf seine ersten Skulpturen in den sechziger Jahren aus Polyester. Später entstanden auch Objekte aus Bronze, Aluminium und anderen Materialien. In den neunziger Jahren schuf Giger für seinen Zodiacbrunnen die zwölf Tierkreiszeichen als Biomechanoiden. Seit Giger nicht mehr malt, beschäftigt er sich unter anderem damit, einige seiner früheren Bilder ins Dreidimensionale umzusetzen, zum Beispiel die Gebärmaschine und die Passagen.

Möbel

Die bekanntesten Möbelstücke Gigers sind die für den Film Dune entworfenen Harkonnen-Stühle. Daneben hat Giger aber auch Tische, Spiegel, Lampen und andere Objekte wie z. B. einen Mikrofonständer für Jonathan Davis von Korn entworfen.

Filmdesign

Schallplatten- und CD-Cover / Video-Clips

Computerspiele

  • Anfang 90er - DarkSeed und DarkSeed 2 - stimmungsvolle Adventures.

Museum und Bars

1988 entstand in Tokio die erste Giger-Bar, die allerdings nach wenigen Jahren wieder geschlossen wurde. 1992 wurde in Gigers Geburtsstadt Chur die zweite Giger-Bar eröffnet. In der New Yorker Diskothek Limelight existierte von 1998 bis zur Schließung der Diskothek im Jahr 2002 der HR Giger Room. 1998 eröffnete in Gruyères, Kanton Freiburg in der Schweiz das Museum HR Giger. Das Museum ist im Schloss St. Germain untergebracht, welches Giger 1997 ersteigert hatte. Das Museum beherbergt Gigers private Sammlung phantastischer Kunst (u. a. Arbeiten von Günter Brus, Ernst Fuchs, Gottfried Helnwein, Arnulf Rainer, Franz Ringel, Thuri Werkner) sowie eine Sammlung eigener Werke. Im Jahr 2003 wurde das Museum in Gruyères um eine Giger-Bar erweitert.

Bibliographie

  • 1971 – ARh+
  • 1974 – Passagen
  • 1976 – H. R. Giger bei Sydow-Zirkwitz (Ausstellungskatalog)
  • 1977Necronomicon (ISBN 3855910197)
  • 1980 – Giger’s Alien
  • 1981 – HR Giger’s New York City
  • 1984 – Retrospective 1964–1984 (Ausstellungskatalog)
  • 1985 – Necronomicon 2 (ISBN 3855910200)
  • 1988 – Biomechanics
  • 1991 – H. R. Giger ARh+ (ISBN 3822813176) (nicht identisch mit dem gleichnamigen Buch von 1971)
  • 1992 – Skizzen 1985
  • 1993 – Watch Abart ’93 (Ausstellungskatalog)
  • 1995 – Species Design
  • 1996 – Filmdesign
  • 1996 – www HRGiger com
  • 1996 – Visioni di fine millennio (Ausstellungskatalog)(Limitierte Luxus-Version inkl. SHINE-"inthecentre" CD Album).
  • 1998 – Monsters from the ID
  • 1998 – The Mystery of San Gottardo
  • 2002 – Icons „HR Giger“
  • 2004 – Le Monde Selon HR Giger (Ausstellungskatalog)
  • 2005 – HR Giger in Prague (Ausstellungskatalog)
  • 2006 – Giger in Wien (Ausstellungskatalog ISBN 3-901247-15-7)

Trivia

Giger ist auch maßgeblich an der Lackierung einer Sonderedition der Ibanez Iceman, einer E-Gitarre beteiligt. In der Lackierung verwirklicht er erneut das Thema der Biomechanik.

Literatur

  • H. R. Giger: H. R. Gigers Vampirric, Vampirgeschichten, illustriert, zusammengestellt und mit Vorwort versehen von H. R. Giger, 2003, ISBN 3935822588
  • Andreas Gößling: DEA MORTIS illustriert von H. R. Giger. Knaur Verlag, 2005, ISBN 3-426-66200-0

Weblinks

Wikipedia
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