Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Hans Rudolf Werdmüller
Aus Kefk.
Hans Rudolf Werdmüller (* 6. Februar 1614 in Zürich; † 16. Dezember 1677 in Villingen) war ein Schweizer Offizier.
In Zürich als Sohn eines Seidenfabrikanten geboren, studierte er Festungsbau in Lyon. Als reformierter Zürcher trat er im Dreissigjährigen Krieg in den Dienst Schwedens. Von 1648 bis 1651 diente er der Republik Venedig in Dalmatien. Darauf lebte er in Zürich und erbaute ein Landhaus auf der Halbinsel Au am Zürichsee. Er war von 1655 – 1659 einer der Vertreter der Constaffel im Kleinen Rat Zürichs.
Im Bauernkrieg von 1653 diente er als Generalmajor unter dem Kommando von General Konrad Werdmüller. Im ersten Villmergerkrieg von 1656 befehligte er als General die zürcherischen Truppen bei der erfolglosen Belagerung von Rapperswil, unterstützt von Bürgermeister Waser als Assistenzrat.
1659 trat er in französische Dienste, die er aber schon bald verliess, um 1663 wieder in den Dienst Venedigs zu treten, als Kommandant der Landtruppen auf Kreta im 6. Venezianischen Türkenkrieg. Er konvertierte insgeheim zum Katholizismus und trat dann 1673 in kaiserlichen Dienst. Nach der Einnahme von Saarbrücken im Frühjahr 1677 starb er in Villingen.
Conrad Ferdinand Meyer hat Hans Rudolf Werdmüller später in seiner Novelle Der Schuß von der Kanzel zur Hauptfigur gemacht.
Literatur
Leo Weisz, Die Werdmüller. Schicksale eines alten Zürcher Geschlechtes. 3 Bde. Zürich 1949
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Werdmüller, Hans Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Offizier |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1614 |
| GEBURTSORT | Zürich |
| STERBEDATUM | 16. Dezember 1677 |
| STERBEORT | Villingen |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Hans_Rudolf_Werdm%C3%BCller, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
