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Hans Rudolf Tschudi

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Hans Rudolf Tschudi, 1641-1716

Hans Rudolf Tschudi (* 11. Oktober 1641 in Gretschins; † 24. Juni 1716 in Gretschins) war zur Zeit des so genannten Wartauerhandels 1694/95 evangelisch-reformierter Pfarrer in Wartau im Kanton St. Gallen in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Hans Rudolf Tschudi von Glarus ist der Sohn des Herkules Tschudi (1602–1671) und der Margreth, geborenen Elmer, und der Vater von Johann Heinrich Tschudi (1675–1750). Alle drei, Herkules, Hans Rudolf und Johann Heinrich wirkten als Pfarrpersonen in Wartau in ununterbrochener Reihenfolge von 1629 bis 1750, also während rund 121 Jahren. Wenige Zeit später versah ein Enkel des letzteren, Johann Konrad Schindler (1740-1811), dessen liberale Erziehung literarisch belegt ist, von 1766 bis 1811 dasselbe Amt sein Leben lang.

Bild:TschudiHansRudolfSchrift.jpg
Pfarrer Hans Rudolf Tschudis Handschrift, 1671

Hans Rudolf Tschudi studierte Theologie in Zürich (1659), schloss einen Aufenthalt in Genf (1662) an und wirkte hernach anderthalb Jahre als Vikar in Buchs SG. Am 19. März 1665, einem Palmsonntag, wählte ihn die Kirchgemeinde in Matt GL zum neuen Pfarrer. Im Dezember 1671 wurde er zum Nachfolger seines Vaters nach Wartau bestimmt, wo er am 7. Januar 1672 seine Einsetzungspredigt hielt.

Hans Rudolf Tschudi war der Vater von fünfzehn Kindern. Er war viermal verheiratet, von drei Ehefrauen musste er den Tod beklagen. Bekannt wurde der reformierte Pfarrer nicht nur durch die lange Amtstätigkeit, sondern besonders durch den Wartauerhandel von 1694/95, an dem er gesundheitlich gelitten, den er aber treu durchgestanden hat. Ein Kollaturstreit hätte fast zum letzten eidgenössischen Konfessionskrieg geführt (Kollatur, vom kirchenlateinischen collatura „Verleihung“, ist die Befugnis zur Besetzung einer geistlichen oder Schulstelle). Er konnte jedoch auf der Tagsatzung zu Baden vom 29. August bis 24. September 1695 beigelegt werden.

Siehe auch

Literatur und Quelle

Weblinks

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Wikipedia
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