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Hans Meyer (Fußball)
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Hans Meyer (* 3. November 1942 in Briesen bei Bilin, heutige Tschechische Republik) ist ein deutscher Fußballtrainer.
Inhaltsverzeichnis |
Laufbahn
Spielerlaufbahn
Meyer spielte vor seiner Trainerkarriere bis 1963 als Verteidiger bei Motor Dietlas und Motor Suhl sowie von 1963 bis 1969 in der DDR-Oberliga beim FC Carl Zeiss Jena und wurde mit diesem Verein zweimal DDR-Meister. In 30 DDR-Oberliga-Spielen schoss er ein Tor.
Trainertätigkeit
Meyer erwarb an der DHfK sein Diplom. 1971 übernahm Hans Meyer als jüngster Trainer der DDR-Oberliga den FC Carl Zeiss Jena, nachdem er zuvor Assistenztrainer von Georg Buschner gewesen war. Mit den Jenaern wurde er dreimal FDGB-Pokalsieger (1972, 1974, 1980) und erreichte 1981 das Finale im Europapokal der Pokalsieger (1:2 gegen Dinamo Tiflis). Später trainierte er von 1984 bis 1987 Rot-Weiß Erfurt, den Chemnitzer FC (1988 bis Juni 1993), erneut Jena (Oktober 1993 bis August 1994), den 1. FC Union Berlin (1995) und den niederländischen Erstligisten FC Twente Enschede (Januar 1996 bis September 1999).
Im September 1999 wurde Meyer Trainer des damaligen Zweitligisten Borussia Mönchengladbach. Meyer führte die Borussen 2001 wieder zurück in die 1. Liga. Er war somit der erste Fußballtrainer aus den ostdeutschen Bundesländern, der mit einem Verein aus dem Westen in die Bundesliga aufgestiegen ist. Meyer schied im März 2003 auf eigenen Wunsch bei Borussia Mönchengladbach aus, da es Meinungsverschiedenheiten mit einigen Presseorganen gab. Meyer wurde nach seiner Trennung Talentesichter in Mönchengladbach. Im Dezember 2003 lockte ihn Hertha BSC wieder zurück auf die Trainerbank. Mit Meyer kam die Hertha am Ende der Saison auf den 12. Tabellenplatz. Im Juni 2004 verließ Meyer Hertha BSC, obwohl er ein Angebot zur Vertragsverlängerung hatte.
Erneut im vorzeitigen Ruhestand, übernahm er am 9. November 2005 das Amt des Cheftrainers beim damaligen Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, dem 1. FC Nürnberg. Innerhalb kürzester Zeit führte er die Franken auf einen Nicht-Abstiegsplatz, sicherte am 32. Spieltag den Klassenerhalt und erreichte am Ende sogar Platz 8. Daraufhin wurde Meyers Vertrag zunächst unbefristet - mit jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit beider Seiten - verlängert. Im Februar 2007 erhielt er einen Vertrag bis 2009.
Vereine
als Spieler
- 1956 - 1963 Motor Dietlas und Motor Suhl
- 1963 - 1970 Motor Jena / Carl Zeiss Jena
als Trainer
- 1970 - 1971 Carl Zeiss Jena (Co-Trainer)
- 1971 - 1983 Carl Zeiss Jena
- 1984 - 1987 Rot-Weiß Erfurt
- 1988 - 1993 FC Karl-Marx-Stadt / Chemnitzer FC
- 1993 - 1994 Carl Zeiss Jena
- 1995 1. FC Union Berlin
- 1996 - 1999 FC Twente Enschede
- 1999 - 2003 Borussia Mönchengladbach
- 2004 Hertha BSC Berlin
- seit 2005 1. FC Nürnberg
Trivia
Oft wird fälschlicherweise behauptet, dass Hans Meyer als Trainer nie von einem Verein entlassen wurde. Tatsache ist, dass Meyer in der DDR-Oberliga-Saison 1986/87 nach dem 21. Spieltag mehr oder weniger aus dem Traineramt gedrängt wurde. Auch 1995 wurde er vom 1. FC Union Berlin nach nur wenigen Spieltagen beurlaubt.
Hans Meyer wurde zweimal beim FC Carl Zeiss Jena entlassen. Nach 13 erfolgreichen Jahren wurde er in den Tagen nach einer 0:5-Niederlage am 22. Oktober 1983 beim BFC Dynamo als Trainer des FC Carl Zeiss Jena entlassen (oder wie es damals hieß: „In Absprache mit dem DFV der DDR wurde der bisherige Oberligatrainer Sportfreund Hans Meyer in eine verantwortliche Funktion auf dem Gebiet des Sports berufen. Das Training der Oberligamannschaft übernahm mit sofortiger Wirkung Sportfreund Dietmar Pfeifer“). Seine zweite Amtszeit in Jena endete im August 1994 nach Abstieg und anschließendem Fehlstart in die Regionalligasaison ebenfalls mit einer Kündigung.
Erfolge
als Spieler
- 1968 DDR-Meister (mit dem FC Carl Zeiss Jena)
- 1970 DDR-Meister (mit dem FC Carl Zeiss Jena)
als Trainer
- 1972 FDGB-Pokal-Sieger (mit dem FC Carl Zeiss Jena)
- 1974 FDGB-Pokal-Sieger (mit dem FC Carl Zeiss Jena)
- 1980 FDGB-Pokal-Sieger (mit dem FC Carl Zeiss Jena)
- 1981 Finale Europapokal der Pokalsieger in Düsseldorf (mit dem FC Carl Zeiss Jena 1-2 gegen Dinamo Tiflis)
- 2001 Bundesliga-Aufstieg und Halbfinale im DFB-Pokal (mit Borussia Mönchengladbach)
- 2004 Klassenerhalt (mit Hertha BSC Berlin)
- 2006 Platz 8 der Fußball-Bundesliga (mit dem 1. FC Nürnberg), den er als Tabellenletzten übernommen hatte
- 2007 Einzug in das DFB-Pokalfinale durch ein 4:0 gegen Eintracht Frankfurt (mit dem 1.FC Nürnberg)
Privates
Im November 2006 wurde bekannt, dass Hans Meyer und seine Frau Anne sich bereits im August nach über 40 Jahren Ehe hatten scheiden lassen. Er verließ sein Haus in Bad Hersfeld und zog nach Nürnberg, wo er nach über einem Jahr im Hotel nun ein Haus unterhalb der Burg gemietet hat.
Weblinks
Literatur
Ingo Schiweck, Kicken beim Feind? Der ganz alltägliche Friede hinter dem deutsch-niederländischen Fußballkrieg, Düsseldorf 2006, S. 141-150. ISBN 3-9810957-4-X
Ivica Banović | Michael Beauchamp | Leon Benko | Marco Engelhardt | Tomáš Galásek | Gláuber | Vratislav Greško | Dean Heffernan | Sebastian Huber | Petar Jelić | Joshua Kennedy | Daniel Klewer | Jan Kristiansen | Marek Mintál | Jawhar Mnari | Marek Nikl | Chhunly Pagenburg | Thomas Paulus | Javier Pinolá | Jan Polák | Dominik Reinhardt | Iwan Sajenko | Raphael Schäfer | Markus Schroth | Gerald Sibon | Matthew Spiranovic | Alexander Stephan | Sebastian Szikal | Róbert Vittek | Christoph Weber | Andreas Wolf | Trainer: Hans Meyer
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Meyer, Hans |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballtrainer |
| GEBURTSDATUM | 3. November 1942 |
| GEBURTSORT | Briesen |
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