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Hamburger Kultur
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Die Hamburger Kultur (13000-10000 v. Chr.) wurde nach Fundstellen im Raum Hamburg benannt. Alfred Rust fand in den 1920/30-er Jahren mehrere Fundplätze dieser Jägerkultur um Hamburg herum.
Den Begriff "Hamburger Kultur" prägte der 1933 in Kiel arbeitende Prähistoriker Gustav Schwantes.
Die Hamburger Kultur ist eine in den Niederlanden, Norddeutschland und Nordpolen verbreitete spätpaläolithische Kulturgruppe am Ende der letzten Eiszeit 13000 - 11 000 v.Chr. Die Waffen der Jäger dieser Kultur waren Speer und Speerschleuder im Gegensatz zu den Jägern der jüngeren Ahrensburger Kultur, welche schon Pfeil und Bogen nutzten, die nach heutiger Kenntnis vor rund 11000 Jahren entwickelt worden sind. Offenbar änderte sich mit den neuen Waffen auch die Jagdtechnik. Die Rentierjäger der Hamburger Kultur hatten sich an die ziehenden Herden herangepirscht und einzelne Tiere mit Speeren erlegt. Die Jäger der jüngeren Ahrensburger Kultur machten hingegen bei Treibjagden umfangreiche Beute.
Natur und Umwelt sind noch von der Eiszeit geprägt. Die Temperaturen, in der sogenannten älteren Dryaszeit, steigen erst langsam an, die Gletscher schmelzen ab. Es herrschen baumarme Tundren vor, die Lebensraum großer Rentierherden sind. Die Menschen lebten in einer Jäger- und Sammlerkultur, die sich auf die Renjagd spezialisiert hatte. Daneben wurden auch Niederwild, Vögel und Fische gejagt.
Typische Steingeräte sind Kerbspitzen, es kommen des Weiteren auch Bohrer, Stichel, Kratzer und Zinken vor. Geräte aus Knochen und Geweih sind Geschoßspitzen und Harpunen.
Fundplätze
Fundplätze von Jagdplätzen mit zahlreichen Rentierresten und Werkzeugen befinden sich im Ahrensburger Tunneltal/ Meiendorfer Tunneltal nördlich von Hamburg, Hasewich (Kr. Stormarn) und Poggenwisch.
Literatur
- Archäologisches Landesmuseum der Chr.-Albrecht - Universität (Hrg.), Steinzeitliche Jäger in Schleswig-Holstein, Schleswig 1998.
- E.Probst, Deutschland in der Steinzeit, München 1991, 102 - 106. ISBN 3-572-01058-6
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