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Halogenkohlenwasserstoffe

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Halogenkohlenwasserstoffe, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Als Halogenkohlenwasserstoffe werden halogenierte Kohlenwasserstoffe bezeichnet. Also Kohlenwasserstoffe die zusätzlich zu Kohlenstoff und Wasserstoff noch Fluor, Chlor, Brom oder Iod enthalten.

Die mengenmäßig wichtigsten Halogenkohlenwasserstoffe sind die Chlorkohlenwasserstoffe (CKW), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Zunehmend werden Bromkohlenwasserstoffe als Flammschutzmittel verwendet. Viele Halogenkohlenwasserstoffe wirken als ozonabbauende Verbindungen und/oder als Treibhausgase.

Durch Substitutions- bzw. Additionsreaktion kann ein Halogen-Atom in einen Kohlenwasserstoff eingebaut werden. Die Halogenkohlenwasserstoffe werden zum größten Teil künstlich hergestellt und sind somit keine natürlichen Stoffe. Sie zählen zu den umstrittensten Produkten der chemischen Industrie.

Obwohl sie in vielen Bereichen ausgezeichnete Eigenschaften zeigen, weshalb sie in großen Mengen produziert werden, stehen sie im Verdacht krebserregend zu sein. Obwohl Untersuchungen ergeben haben, dass sie akut nicht allzu toxisch sind, rufen sie eine Reihe von Spätfolgen hervor, da sie sehr stabil sind. Wegen ihres lipophilen (=hydrophoben) Charakters können sie sich in der Fettschicht von Mensch und Tier anreichern.

Sie werden außerdem für den Abbau der Ozonschicht verantwortlich gemacht.

Aliphatische Halogenkohlenwasserstoffe

Die hier verwendeten Halogene sind meist Fluor und Chlor. Man unterscheidet zwischen vollhalogenierten Halogenkohlenwasserstoffen (FCKW- ChlorFluorKohlenwasserstoffe) und teilhalogenierte Halogenkohlenwasserstoffe (H-FCKW- FluorChlorKohlenWasserstoffe).

Verwendung

Die Verwendungsbereiche für Halogenkohlenwasserstoffen in der nachfolgenden Auflistung sind mittlerweile weitgehend verboten oder durch Restriktionen und zeitlich begrenzte Verwendungszulassung stark eingeschränkt worden.

Lösungsmittel
Halogenierte Kohlenwasserstoffe sind weitgehend unpolare Stoffe und daher gute Fettlösungsmittel. Hohe Dosen bzw. ständige Belastungen können zu Gesundheitsschäden führen.
Treibgaskomponente in Sprühdosen
die wichtigsten Treibmittel sind: Trichlor-fluor-methan und Dichlor-difluor-methan, beide Substanzen gelten als physiologisch unbedenklich. Es wurde allerdings herausgefunden, dass sie zum Abbau der Ozonschicht beitragen, da in der Stratosphäre Chlorradikale freigesetzt werden, die das Ozon in einer Reihe von Reaktionen abbauen. Die als Treibgas oder Kältemittel verwendeten FCKWs nennt man Freone.
Kältemittel
Halogenkohlenwasserstoffe eignen sich auf Grund ihrer Eigenschaften hervorragend als Kältemittel.
Pestizide
Halogenkohlenwasserstoffe werden auch im Pflanzenschutz eingesetzt. Vor allem Chlorkohlenwasserstoffe (z.B. DDT) finden bzw. fanden ihre Verwendung im Bereich der Insektizide.
Feuerlöscher
Die in Feuerlöschern verwendeten Halogenkohlenwasserstoffe nennt man Halone.

Halogenkohlenwasserstoffe haben einen geringen Siedepunkt da die Kettenpolarität sehr gering ist.

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