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Halbnomade

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Halbomadentum, ein Mittelding zwischen Nomadentum und Sesshaftigkeit, ist eine typische Lebensform früher bzw. primitiver Ackerbaukulturen.

Halbnomaden bleiben an einem Siedlungsplatz mindestens ein Jahr, meistens mehrere Jahre, da die Anlage von Feldern – meist in Brandrodung – arbeitsaufwändig ist und nach jeder Aussaat die Ernte abgewartet werden muss. Wenn die Felder um eine Siedlung nach ein paar Jahren ausgelaugt sind, wird an anderer Stelle eine neue Siedlung mit neuen Feldern angelegt.

Mit zunehmender Siedlungsdichte wurde diese Wirtschaftsform unmöglich, und man ging zur Brachwirtschaft über, bei der von den Feldern um eine Siedlung immer nur ein Teil bearbeitet wird, während der andere sich regenerieren kann, in dem er z.B. als Viehweide genutzt und dadurch gedüngt wird.

Halbnomaden waren unter anderem die Germanen, die Bantu der afrikanischen frühen Eisenzeit, bis in die Gegenwart die Papua in Neuguinea.

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