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Home Theater Personal Computer

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Ein Home Theater Personal Computer [həʊm θiˈɛtə ˈpɜːsənəl kəmˈpjuːtə] (HTPC) ist ein auf PC-Komponenten basierendes Gerät, das klassische Hifi-Geräte ersetzen soll und durch seinen modularen Aufbau besonders flexibel ist. Ein besonders von Firmen wie Microsoft gerne verwendetes Synonym ist auch "Media Center". Auf Deutsch sind auch noch die Ausdrücke Wohnzimmer-Computer, Mediencomputer, oder Fernsehcomputer möglich.

Inhaltsverzeichnis

Die Möglichkeiten eines HTPC-Systems

Durch seinen sowohl software- als auch hardware-seitig modularen Aufbau kann ein HTPC nahezu jede beliebige technische Aufgabe übernehmen. Besonders beliebte Einsatzgebiete sind u. A.:

Geschichte

Der Begriff "HTPC" tauchte erstmals Anfang des 21. Jahrhunderts auf, da PCs vorher noch nicht leistungsfähig genug waren. In Deutschland erlangte das Thema erstmals größere Aufmerksamkeit durch einen Artikel in der Fachzeitschrift c't, die ausführlich den Zusammenbau eines "s.v.p. (s'il vous plait)" genannten Wohnzimmer-Computers dokumentierte. Weitere Artikel in anderen Zeitschriften folgten schnell.

Eine der ersten speziell für die Darstellung auf dem Fernseher optimierten Oberflächen (Frontend) war das kostenlose myHTPC.

2002 veröffentlichte Microsoft erstmals die "Media Center Edition" seines Windows-XP-Betriebssystems, vorerst allerdings nur in Amerika. 2 Jahre später wurde der Nachfolger auch in Europa vertrieben.

Seit 2005 stattet auch Apple viele Computer mit einer simplen HTPC-Oberfläche namens "Front Row" und einer einfachen Fernbedienung aus.

Technisches

HTPCs als All-In-One-Lösungen

HTPCs basieren auf Standard-PC-Hardware und sind dadurch besonders flexibel. Ihre Leistungsfähigkeit variiert je nach Anwendungsgebiet sehr stark. Im Gegensatz zu normalen PCs wird bei HTPCs besonders Wert auf eine niedrige Geräuschentwicklung gelegt, weshalb viele Modelle sehr aufwändige Kühlungsmechanismen haben.

Meistens startet direkt nach dem Booten eine Software (Frontend), die die auf der Festplatte liegenden Daten für die Darstellung auf einem Fernseher optimiert und sich einfach per Fernbedienung bedienen lässt. Sie ist in der Regel auch für den Empfang von Fernsehprogrammen zuständig und kann auch andere Informationen verarbeiten, wie etwa RSS-Feeds oder die Wettervorschau.

HTPCs nach dem Server-/Client-Prinzip

Ein anderes, nicht ganz so verbreitetes Konzept ist das des getrennten Server-Client-Aufbaus. Dabei gibt es einen zentralen Server, in der Regel ein sehr leistungsfähiger HTPC, der auf mehreren integrierten Festplatten alle Multimedia-Dateien (wie Musik, DVDs, usw.) speichert und diese an sogenannte Clients streamt. Diese Clients sind einfache Abspielgeräte, vergleichbar mit DVD-Playern ohne DVD-Laufwerk, die die empfangenen Daten direkt entweder an den Fernseher oder die Stereoanlage weiterleiten.

Der Vorteil an diesem Konzept ist, dass mehrere Empfänger im Haus auf den zentralen Speicher zugreifen können und Clients relativ preiswert sind. Die Alternative, mehrere vollwertige HTPCs zu installieren, wäre nicht nur wesentlich teurer, sondern es würde auch die Synchronität fehlen: die Daten müssen nur einmal in den Server eingespeist werden und sind fortan überall im Haus verfügbar. Häufig besitzt der Server auch mehrere TV-Tuner (meist DVB-S), wodurch die Clients auch als STBs fungieren.

Ein Nachteil ist, dass die Clients meist aus Preisgründen auf speziellen Chips basieren, die die Dekodierung selbst übernehmen. Dadurch geht ein Teil der Flexibilität verloren, da diese Chips nur bestimmte Formate dekodieren können und nicht aufrüstbar sind. Clients auf PC-Basis sind dagegen wieder teurer. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Server meist den ganzen Tag läuft.

Weblinks

Wikipedia
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