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PA-RISC

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Bild:PA-7100-80Mhz.jpg
80 MHz PA-RISC 7100 Prozessor
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Ein PA-RISC 7300LC Prozessor

Parallel/Precision Architecture Reduced Instruction Set Computer (PA-RISC) ist eine Mikroprozessor-Architektur von Hewlett-Packard für den Einsatz im Server- und Workstationbereich. Wie aus dem Namen hervorgeht, handelt es sich um einen Prozessor der RISC-Bauart, das PA ist Abkürzung für Precision Architecture. Er ist auch unter der Bezeichnung HP/PA für Hewlett Packard Precision Architecture bekannt.

In den späten 1980ern produzierte HP vier Modellreihen von Computern, alle arbeiteten mit verschiedenen CISC-Prozessoren. Die 1986 eingeführte PC-kompatible HP Vectra-Baureihe basierte auf Intel i286-Prozessoren. Alle anderen Modellreihen nutzten CPUs anderer Hersteller. Die HP Serie 200- (1981) und HP 9000 Serie 300- (1985) UNIX-(HP-UX) Workstations basierten auf dem Motorola-68k-Design. (Eine zusätzliche 68k-basierte Serie kam 1989 durch die Übernahme von Apollo hinzu, die spätere HP Apollo 9000 Serie 400). Die nächste eigenständige Baureihe war die Serie HP 300 (1978), integrierte Multi-User-Computer, die auf einem proprietären Silicon on Sapphire (SoS) CPU-Design und dem Betriebssystem Amigo/300 beruhten. Auch die ersten Baureihen der HP Serie 3000-Modelle (1972) beruhten ebenfalls auf einem SoS-Design und dem MPE (Betriebssystem). Schließlich gab es die HP 9000 Serie 500 (1982)-Minicomputer welche die von HP selbstentwickelte 32-Bit-FOCUS-CPU nutzten. Alle nicht Intel basierten HP-Systeme wurden ab 1988 mithilfe des neuen PA-RISC-Prozessors auf ein einheitliches Design konsolidiert.

Die ersten Serien der PA-RISC-7000-Prozessoren waren auf eine Busbreite von 32 Bit ausgelegt und wurden zunächst in der HP-3000-Serie bei den Modellen 930 und 950 eingesetzt.

Ein interessantes Merkmal der PA-RISC-Reihe ist, dass die meisten Generationen dieser CPUs keinen Level-2-Cache haben. Stattdessen werden große Level-1-Caches verwendet, zunächst als separate Chips über einen Bus verbunden, später auf einem Chip integriert. Lediglich der PA-7100LC, der PA-7200 und der PA-7300LC besaßen einen L2-Cache. Eine weitere Innovation des PA-RISC Designs waren die zusätzlichen, sogenannten Multimedia-Instruktionen (SIMD), welche zum erstenmal mit dem PA-7100 eingeführt wurden.

Im Jahr 1994 wurde die bis heute gültige PA-RISC 2.0 Spezifikation definiert, die eine Wortbreite von 64 Bit vorsieht und damit einen Adressraum ermöglicht, der größer als 4 GB ist. Weitere Änderungen betrafen die Pipeline-Architektur und die Aufteilung des Instruction-Caches in zwei Einheiten, eine für Befehle, die schnell abgearbeitet werden, eine für solche, die zeitintensiver sind. Der erste Vertreter des neuen Standards war der PA-8200.

Die Produktion der PA-RISC-Prozessoren sollte im Jahr 2004 enden, und als Nachfolger war die von HP zusammen mit Intel entwickelte IA-64-Architektur vorgesehen. Bisher ist allerdings noch kein Termin für die Einstellung der HP-PA-Prozessorarchitektur bekannt.

Siehe auch: RISC, Liste von Mikroprozessoren, Mikroprozessoren von Intel

Modell Historie

ModellTypJahrFrequenz [MHz]Memory Bus [MB/s]Herstellung [µm]Transistoren [Millionen]Diegröße [mm²]Verbrauch [W]Dcache [k]Icache [k]L2 cacheISA
PCX-S PA-7000 198966?1.00.58201.6?2562561.1a
PCX-T PA-7100 199233–100?0.80.85196?204810241.1b
PCX-T PA-7150 1994125?0.80.85196?204810241.1b
PCX-T'PA-7200 19941209600.551.2621030102420481.1c
PCX-L PA-7100LC199460–100?0.750.9201.67–1112 MB1.1d
PCX-L2PA-7300LC1996132–180?0.59.2260.1?64640–8 MB1.1e
PCX-U PA-8000 1996160–1809600.53.8/4.5?338/347??102410242.0
PCX-U+PA-8200 1997200–2409600.53.8/4.5?338/347??204820482.0
PCX-W PA-8500 1998300–44019200.25140467?10245122.0
PCX-W+PA-8600 2000480–55219200.25140467?10245122.0
PCX-W2PA-8700(+) 2001625–87519200.18186304?15367682.0
Mako PA-8800 2003900–100064000.13300361?768/core768/core32 MB2.0
Shortfin PA-8900 20051000–110064000.13???768/core768/core64 MB2.0


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