Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Hüttig AG

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Die Hüttig AG war von 1897 bis 1909 ein Kamerawerk in Dresden.

Inhaltsverzeichnis

Der Gründer

Gründer der Hüttig AG war Richard Hüttig (* 10. September 1827 in Łagów (Leopoldshain), Schlesien; † in Dresden). Hüttig erlernte den Beruf eines Tischlers und arbeitete ab 1856 in Berlin in einer Präzisionstischlerei für Kameras, wo er auch die Meisterprüfung ablegte.

Hüttig wurde als Chef der Hüttig AG Leiter des zeitweilig größten Kamerawerkes in Dresden. Nach der Fusion seines Unternehmens verlor er an Bekanntheit. Richard Hüttig verarmte und erhielt mit Hilfe der Stadt Dresden einen Platz im Altersheim. Seine Sterbedaten sind nicht bekannt.

Das Unternehmen

In dem stetig wachsenden Fach der Fotografie sah Hüttig eine berufliche Zukunft und eröffnete in Berlin 1872 eine eigene Werkstatt. Um der wachsenden Berliner Konkurrenz zu entgehen wechselte Hüttig 1887 nach Dresden. Dort trat auch sein Sohn Carl ins väterliche Geschäft ein, dass nun unter dem Namen Kunsttischlerei photographischer Apparate Richard Hüttig & Sohn firmierte.

Hüttig entwickelte eigene Kameras, wobei er das nötige Zubehör, wie z.B. die Optiken, von Dritten bezog. Seine stetig wachsende Kunsttischlerei vergrößerte sich bald zu einer Fabrik. 1893 bezog Hüttig in der Schandauer Straße neue Gebäude, die nun als Fabrik photographischer Apparate in Erscheinung trat. 1897 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, in die Hüttig AG.

Unternehmerische Fehlentscheidungen, wie z. B. eine kaum überschaubare Produktvielfalt, brachten der Hüttig AG finanzielle Schwierigkeiten. Dazu kamen finanzielle Unregelmäßigkeiten, die Carl Hüttig eine Gefängnisstrafe einbrachten. Die Geschäftsführung wurde von Guido Mengel übernommen, der die Fusion einiger Dresdner Kamerafabriken zu einem neuen Konzern in der Fotobranche betrieb. 1909 ging die Hüttig AG in der neu gegründeten Internationale Camera Actiengesellschaft (ICA) auf. Der Versuch, die Dresdener Ernemann-Werke als bedeutenden Mitbewerber der Hüttig AG in diesen neuen Konzern einzubinden, schlug fehl. Das Warenzeichen der Hüttig AG, ein Pentagramm, wurde in leicht veränderter Form von der ICA übernommen.

Produkte

Richard Hüttig & Sohn präsentierten mit der Zeus-Spiegel-Kamera die erste einäugige Spiegelreflexkamera aus Dresdener Produktion und waren damit Mitbegründer des herausragenden Rufs Dresdens im Kamerabau. Der Produktionsschwerpunkt lag allerdings in Rollfilm- und Plattenkamerabereich, in dem 1904 ca. 90 Grundtypen in über 400 Varianten angeboten wurden.

Literatur

  • Richard Hummel: Spiegelreflexkameras aus Dresden. Geschichte, Technik, Fakten Lindemanns, Stuttgart 1998, ISBN 3895061271
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort H%C3%BCttig_AG, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge