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Hüllkurve
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Mathematik
In der Mathematik bezeichnet Hüllkurve (auch Enveloppe oder Einhüllende) eine Kurve, die jede Kurve einer Kurvenschar in einem Punkt berührt. Siehe Enveloppe (Mathematik).
Musik
Die Hüllkurve zeigt in grafischer Form den Verlauf des Pegels eines Tons an. Anwendungen und entsprechende elektronische oder digitale Bauteile finden sich z.B. im Tonstudio. Oftmals wird der Begriff ADSR-Hüllkurve oder kurz Hüllkurve synonym für den Hüllkurvengenerator eines Synthesizers verwendet, bei dem die einzelnen Abschnitte der Hüllkurve – Attack, Decay, Sustain und Release – vom Benutzer editiert werden können. Dabei können zusätzlich zu dem Pegel auch die Hüllkurven der Tonhöhe und des Filters beeinflusst werden. Bei einem analogen Synthesizer durchläuft der Klang nacheinander die Hüllkurvengeneratoren Voltage Controlled Oscillator (VCO) für die Tonhöhe (die eigentliche Klangerzeugung), Voltage Controlled Filter (VCF) für den Filter und Voltage Controlled Amplifier (VCA) für den Pegel. Das VCF und der VCA sind Bestandteile der subtraktiven Synthese.
Akustik
Die Hüllkurve eines Spektrums ist die Verbindung der Spitzen der Spektrallinien.
Bei einem Linienspektrum etwa kann man in schematischer Form die Amplituden oder Schalldruckpegel der einzelnen Teilfrequenzen durch sogenannte Spektrallinien darstellen. Jede dieser Linien kennzeichnet durch ihre Lage auf der Frequenzachse die Frequenz des interessierenden Teiltons; ihre Länge ist ein Maß für die Stärke. Bei der Verbindung der Spitzen dieser Spektrallinien erhält man die sogenannte Hüllkurve (Umhüllende), die in übersichtlicher Form die Amplitudeverteilung bzw. die Pegelverteilung über der Frequenzachse angibt, ohne die Ordnungszahl der einzelnen Harmonischen (Teiltöne) zu berücksichtigen.
Bei Geräuschvorgängen hingegen liegen die als Schallsignal konstituierenden Frequenzen in der Regel so eng beieinander, dass – zumal bei der meistens logarithmischen Teilung der Frequenzskala – eine Angabe einzelner Spektrallinien nicht möglich ist und man zur orientierenden Darstellung über den Pegelverlauf in Abhängigkeit von der Signalfrequenz ein kontinuierliches Spektrum in Anwendung bringt.
Nachrichtentechnik
Wird die Amplitude eines hochfrequenten Signals zeitlich verändert (moduliert), so entspricht das modulierende Signal der Hüllkurve des modulierten Signals.
Anschaulich erhält man die Hüllkurve, indem man alle Maxima der hochfrequenten Trägerschwingung verbindet.
Die Demodulation eines amplitudenmodulierten Signals erfolgt in einem Hüllkurvendetektor.
Weblinks
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