Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Höhenbergsteigen

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/1/1a/Fairytale_Trash_Questionmark.png': No such file or directory.
Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen.

Falls du der Autor des Artikels bist, lies dir bitte durch, was ein Löschantrag bedeutet, und entferne diesen Hinweis nicht.
Zur Löschdiskussion

Begründung: Da das "Höhenbergsteigen" vom "Bergsteigen" schlecht abgrenzbar ist, wie im Artikel genannt, sollten einige der Inhalte beim Artikel "Bergsteigen" angefügt werden. Das entspräche dem Wesen einer Enzyklopädie! Die Absätze "Todeszone" und "Weitere Risiken" lassen zudem stilistisch zu wünschen übrig, so richtig und wichtig es ist, den Unfug der Everest-Besteigungen in deutlicher Form zu brandmarken. Aber nicht so reißerisch, dann ist es doch eher Reklame. Und: Die Umweltzerstörung durch den Kraxel-Tourismus müßte ebenso deutlich benannt werden, auch wenn das sehr vielen Leuten nicht gefällen wird! -- RTH 18:26, 24. Apr. 2007 (CEST)


Das Höhenbergsteigen lässt sich gegen das „normale“ Bergsteigen nur schwer abgrenzen. In jedem Fall bedeutet Höhenbergsteigen eine Anpassung der Beteiligten an große Höhe, bezogen auf den verringerten Luftdruck und die Notwendigkeit, trotz großer körperlicher Anstrengungen mit dem verringerten Sauerstoff-Angebot von großen Höhen so umzugehen, dass die Gefahr von Ödemen, Lungenödem und Hirnödem, gering gehalten werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Höhenanpassung

Je größer die Zielhöhe, umso länger ist individuell die Zeit, die zur Anpassung an eine große Höhe erforderlich wird. Diese Anpassungszeit ist auch individuell sehr unterschiedlich und nicht direkt an anderweitige körperliche Fitness gekoppelt: Es gibt unsportliche Menschen, die über eine natürliche Fähigkeit verfügen, dass die Erythrozyten (rote Blutkörperchen), die Träger des Sauerstoffs, sich in hohem Maße vermehren bis auf das doppelte Maß, und den Menschen so befähigen, sich auch in großen Höhen aufzuhalten. Anderen Menschen jedoch ist diese Fähigkeit bei weitem nicht in diesem Maße gegeben – obwohl sie sehr sportlich und hoch trainiert sein können.

Diese Anpassungsleistung lässt sich in gewissen Grenzen sportmedizinisch vorab ermitteln, jedoch zeigt sich die „Wahrheit“ erst vor Ort, beim Bewältigen von Anstrengungen in verringertem Sauerstoff-Partialdruck großer Höhen.

Wichtig wird dieses Thema bei den mittlerweile im Angebot befindlichen Expeditions-Reisen, bei denen bergsteigerisch begrenzt erfahrenen Kunden für zumeist viel Geld die Organisation und Logistik sowie das geführte Besteigen höchster Berge angeboten wird. Extrembeispiel hierfür sind die geführten Touren auf den Mount Everest.

Zu den besonderen Ausrüstungsgegenständen gehört eine Sauerstoffmaske mit Ventilen und Reglern sowie eine entsprechende Anzahl von Sauerstoff-Flaschen, die zumeist mit Trägern in gestaffelte Höhenlager verbracht werden. (Das Besteigen des Everest ohne Sauerstoff gelang zwar mittlerweile ca. 100 Menschen, jedoch ist deren physische, eher zufällige Befähigung hierfür extrem selten anzutreffen. In aller Regel wird oberhalb von 7.500 m Sauerstoff verwendet, zwischen 1,5 und 2,5 Litern pro Minute, was pro Mensch zwei Flaschen Sauerstoff in 24 Stunden erfordert.) Es gibt aber auch Stimmen, die die Nutzung zusätzlichen Sauerstoffs prinzipiell als unsportlich ansehen.

Zu jedem Höhenbergsteigen gehört ein genau ausgearbeiteter Plan für die Akklimatisierung. Hierzu gehört das Aufhalten in größerer Höhe zunächst ohne körperliche Anstrengungen. Eine Höhenanpassung ist etwa ab 3000 Metern Höhe notwendig, wenn man sich dauerhaft in dieser Höhe aufhält. Dabei gilt die Faustregel, nur etwa 300 Meter netto am Tag aufzusteigen. Der zweite Akklimatisationsschritt erfolgt in den Basislagern, die im Himalaya in einer Höhe zwischen 4.500 und 5.500 Metern liegen und einen Aufenthalt über mehrere Wochen ermöglichen. Ausgehend vom Basislager werden einzelne Touren zum Erreichen größerer Höhen unternommen, die der Akklimatisierung dienen – und zugleich der Bewertung der Teilnehmer durch ihre Bergführer, inwieweit sie sich den Anforderungen noch größerer Höhen vermutlich gewachsen zeigen werden.

Todeszone

Der härteste Fall ist sicherlich ein geplantes Durchsteigen der sogenannten „Todeszone“. Dieser Begriff wurde von dem Expeditionsarzt der schweizer Everest-Expedition 1952 geprägt und bezeichnet den Aufenthalt in Höhen oberhalb von 7.500 Metern, in denen auch bei Ruhe und mit Zufuhr von Flaschen-Sauerstoff der Körper mit der Zeit unweigerlich abbaut. Dieser Aufenthalt in der Todeszone ist in jedem Fall auf wenige Tage zu begrenzen. Im Zusammenhang mit den Witterungsbedingungen in größten Höhen (Kälte, hohe Windgeschwindigkeiten, Böen, Wetter-Risiko des plötzlichen Auftauchens von Höhenstürmen) ist klar festzustellen, dass es für den Erfolg solcher Höhen-Expeditionen keine Garantie geben kann – trotz teils gegenteiliger Werbe-Aussagen.

Zusammen mit den tiefen Temperaturen und dem sich nur wenige Tage im Jahr zufällig öffnenden „Fenster“ verhältnismäßig niedriger Windgeschwindigkeiten und einigermaßen stabiler Wetterverhältnisse, verbunden mit den kräftezehrenden Aufstiegen und der Notwendigkeit zur Mitnahme von zumindest persönlicher Ausrüstung, erschwert durch das Wechseln von Felsgehen und Eisgehen ohne die Möglichkeit zum (sonst üblichen) Wechseln zwischen Steigeisen und dem Gehen ohne Steigeisen, verbunden mit der Gefahr von Fehltritten, Ausrutschern usw., ist das statistische Ergebnis: kaum eine menschliche Tätigkeit ist mit größerer Lebensgefahr behaftet als der Versuch, einen Achttausender zu besteigen.

Weitere Risiken

Berge wie der Mount Everest sind gefährliche, dem Zufall preisgegebene Todesfallen. Die hohen Hänge solcher Berge kennen hunderte Tote, die durchaus nicht in der Mehrzahl Menschen waren, die leichtfertig Risiken eingegangen sind, sondern in der überwiegenden Mehrzahl Menschen, die gut vorbereitet und trainiert waren, die aber mit irgendeinem kleinen Detail Pech gehabt hatten: sei es nur ein plötzlich auftretender Wetter-Umsturz, oder ein zufälliges Ausrüstungs-Versagen. Auch die Psyche wird hoch belastet, indem man sich klarmachen muss, dass der Anstieg in die Todeszone einem die Begegnung mit Leichen beschert, die niemand mehr aus solchen Höhen bergen kann. Das klare Denken ist stark verlangsamt und beeinträchtigt infolge des Sauerstoffmangels und der Probleme von Dehydratation (zu wenig Wasserzufuhr für den Körper).

Auch wenn mittlerweile ein Helikopter auf dem Gipfel des Mount Everest gelandet ist, ist es vermessen zu erwarten, man könne sich im Fall auftauchender Probleme per Hubschrauber bergen lassen. Die Bedingungen, unter denen infolge schlechten Wetters Todesgefahren am Berg entstehen, sind die gleichen, die dann einen Einsatz von Hubschraubern in diesen Höhen auch wieder unmöglich machen: starke, böige Winde und Stürme, Sichtbehinderungen über Wolken, Nebel und Schneestürme.

Herausforderungen

Vier „Disziplinen“ des Höhenbergsteigens sind erwähnenswert:

  1. Die Besteigung aller 14 Achttausender der Welt. Reinhold Messner war der erste Mensch, der das schaffte.
  2. Die Besteigung der Seven Summits, der jeweils höchsten Berge jedes Kontinents.
  3. Noch anspruchsvoller ist das Ziel, die jeweils zweithöchsten Berge aller Erdteile (Seven Second Summits) zu erklettern, da sie technisch zu weiten Teilen schwieriger und gefährlicher sind als die höchsten Berge.
  4. Es gibt keine unbestiegenen Achttausender mehr. Aber es existieren noch unbestiegene Siebentausender, die z. T. aus religiösen Gründen für Bergsteiger tabu sind (z. B. in Bhutan).

Weblink

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort H%C3%B6henbergsteigen, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge