Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Hämocyanin
Aus Kefk.
Hämocyanin (von gr. häm=Blut, cyanos = himmelblau) ist der blaue Blutfarbstoff der Gliederfüßer (u. a. Krebse; bei Insekten, Spinnen, die Tracheen besitzen, tritt es in geringerem Maße auf) und Weichtiere (u. a. Muscheln, Schnecken und Tintenfische). Er dient dem Sauerstofftransport.
Anders als beim roten, eisenhaltigen Hämoglobin wird der Sauerstoff im Hämocyanin von zwei Kupfer-Ionen gebunden. Außerdem besitzt Hämocyanin keine Porphyrin-Struktur wie Häm sondern die Kupferionen sind über Aminosäure-Reste (Histidin) an das Protein gebunden. Das Kupfer verleiht dem Hämocyanin auch seine blaue Farbe.
Die Bindung des Sauerstoff ist stärker als beim Hämoglobin. Im Vergleich zum Hämoglobin hat das Hämocyanin eine wesentlich stärkere Sauerstoffbindungskapazität, was zu einer geringeren Transportkapazität für Sauerstoff führt.
Hämocyanin ruft starke Abwehrreaktionen der Immunsysteme von Säugetieren hervor. Es wird daher als Adjuvans verwendet. Jedoch ist es völlig ungiftig und wird schnell abgebaut.
Weblinks
- 3sat nano: Forschung am blauen Blut
- Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: Hämocyanine - die Sauerstofftransporter
- Über die Struktur von Hämocyanin (Seite 6-7)
- pdb-Datei des Hämocyanins von Limulus polyphemus, ermittelt durch Röntgenstrukturanalyse (pdb-ID: 1OXY)
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort H%C3%A4mocyanin, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
