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Gundelfingen (Breisgau)
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:WappenGundelfingen.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 48° 3′ N, 7° 52′ O48° 3′ N, 7° 52′ O | |
| Höhe: | 266 m ü. NN | |
| Fläche: | 14,28 km² | |
| Einwohner: | 11.573 (29. Sep. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 810 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79194 (alt: 7803) | |
| Vorwahl: | 0761 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 047 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Alte Bundesstraße 31 79194 Gundelfingen | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Reinhard Bentler | |
| Lage der Gemeinde Gundelfingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
| Bild:Gundelfingen-frla.png | ||
Gundelfingen ist eine Gemeinde im Breisgau. Sie liegt sechs Kilometer nördlich von Freiburg in Baden-Württemberg (Deutschland), das Ortszentrum ist nur 300 Meter von der Stadtgrenze Freiburgs entfernt. Mit über 11.000 Einwohnern ist Gundelfingen einer der größeren Orte im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Zu Gundelfingen gehört der Ortsteil Wildtal. Mit der eigenständigen Gemeinde Heuweiler bildet es eine Verwaltungsgemeinschaft.
Gundelfingen präsentiert sich derzeit in einer „Umbauphase“. Der Ortskern wurde neu gestaltet und lädt zu Festen und Veranstaltungen ein. Vom Neubaugebiet Nägelesee aus kann man teilweise die gesamten Vogesen und den Kaiserstuhl sehen.
Gundelfingen feiert 2008 sein 1000-jähriges Bestehen; derzeit laufen schon organisatorische Vorbereitungen für größere Feste.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung Gundelfingens findet sich im Jahr 1008. Kaiser Heinrich II. verlieh dem Basler Bischof Adalbero das Wildbannrecht in einem Bereich der Freiburger Bucht. Die typische Namensendung „-ingen“ lässt aber eine Entstehung des Ortes bereits im 4. Jahrhundert vermuten. Wahrscheinlich siedelte ein alemannischer Anführer namens Gundolf mit seinen Leuten hier.
Das Dorf unterstand den Zähringern, deren Herrschaft auf der nahegelegenen Burg Zähringen ihren Sitz hatte, später gelangte es unter die Herrschaft der Grafen von Urach-Freiburg. 1327 verkauften die Grafen Gundelfingen an den Freiburger Schnewelin Bernlapp. 1507 wurde es von dessen Nachkommen an den badischen Markgrafen Christoph verkauft. Mit der Gebietsreform 1809 kam Gundelfingen zum Landamt Freiburg II, das 1819 mit dem Landamt Freiburg I zum Landamt Freiburg vereinigt wurde.
Religionen
Eine Kirche ist erstmals 1275 in Gundelfingen erwähnt. Aber erst mit der Einführung der Reformation in der Markgrafschaft Baden bekam 1556 Gundelfingen einen eigenen (nun evangelischen) Pfarrer. Im Jahr 1877 gründeten die Baptisten eine eigenständige kirchliche Gemeinschaft. Eine katholische Pfarrgemeinde (Bruder Klaus) besteht seit 1975.
Eingemeindungen
- 1972: Wildtal
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
| 1570 | 350 |
| 1740 | 380 |
| 1825 | 620 |
| 1875 | 763 |
| 1925 | 1.091 |
| 1950 | 1.817 |
| 1970 | 5.016 |
| 2006 (inkl. Wildtal) | 11.573 |
Ausländeranteil: 7,2%
Ortsteile
Wildtal
Wildtal wurde erstmals 1273 urkundlich genannt. Wie Gundelfingen gehörte es zur Herrschaft der Zähringer und kam später über die Freiburger Grafen an Schnewelin Bernlapp. Im Gegensatz zu Gundelfingen ging die Grundherrschaft über Wildtal jedoch 1652 an die Freiherrn von Beroldingen, bis das Dorf 1788 an den Grafen Friedrich von Kageneck verkauft wurde. 1805 wurde es infolge des Reichsdeputationshauptschlusses dem Großherzogtum Baden zugeordnet. Die Wildtaler Bevölkerung stimmte (mit 3/4-Mehrheit) 1971 selbst für einen Anschluss an Gundelfingen. Wildtal hatte damals 1.129 Einwohner.
Politik
Bürgermeister
Dr. Reinhard Bentler
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:
| CDU | 27,2 % | -5,1 | 6 Sitze | -2 |
| SPD | 19,9 % | -0,1 | 5 Sitze | +1 |
| FWG | 19,8 % | +0,9 | 4 Sitze | ±0 |
| Die Grünen | 19,5 % | +3,9 | 4 Sitze | +1 |
| FDP/DVP | 13,5 % | +0,2 | 3 Sitze | ±0 |
Wappen
Das Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorn in Gold einen roten Schrägbalken für die einstige Zugehörigkeit zu Baden, hinten in Grün in einer silbernen Einfriedigung eine silberne Tanne.
Städtepartnerschaften
- Bild:Flag of France.svg Die französische Stadt Meung-sur-Loire hat 6.800 Einwohner und liegt direkt an der Loire, etwa 30 km von Orléans entfernt.
- Bild:Flag of Poland.svg Die polnische Stadt Bierun, in der etwa ca. 20.000 Einwohner leben, liegt 20 km südlich von Kattowitz in Oberschlesien.
- Bild:Flag of Saxony.svg Die Stadt Scheibenberg liegt im Erzgebirge/Sachsen und hat knapp 2.400 Einwohner.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Straßenverkehr: Durch die Bundesstraßen B 3 (Buxtehude - Weil am Rhein) und B 294 (Freudenstadt - Freiburg im Breisgau) sowie den Autobahnzubringer Freiburg-Nord zur A 5 (Hattenbacher Dreieck - Basel) ist Gundelfingen an das überregionale Straßennetz angeschlossen.
Schienenverkehr: Gundelfingen liegt an der Eisenbahn-Hauptstrecke Karlsruhe - Basel und wird von der DB Regio und der Breisgau-S-Bahn (Linie Elzach - Freiburg im Breisgau) bedient.
ÖPNV: Busverbindungen von Gundelfingen und Wildtal nach Freiburg im Breisgau werden von der Freiburger Verkehrs AG, ins Umland von der SüdbadenBus GmbH angeboten. Im Gespräch ist eine Verlängerung der Freiburger Straßenbahnlinie 2 von Zähringen bis Gundelfingen.
Literatur
Bossert, Jakob: Wie ich meinen Mitbürgern und Schülern die Geschichte ihres Heimatortes Gundelfingen mit Umgebung erzähle. Poppen, Freiburg i.Br., 1910.
Klein, Eveline: Gundelfingen 1918–1949, Haug, Freiburg i. Br., 1995. ISBN 3928276077
Weblinks
- Homepage der Gemeinde Gundelfingen (Breisgau)
- Luftbilder von Gundelfingen und Heuweiler
- Bewegbares Panoramabild aus dem Zentrum
- Bildgalerie Gundelfingen Breisgau
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