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Gummierung

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Eine Gummierung ist allgemein das Vorhandensein einer gummiartigen-Oberfläche. Spezieller und häufiger wird darunter eine Klebefläche aus einer besonderen Klebemasse (ursprünglich Gummi arabicum) verstanden. Durch eine derartig vorbereitete Fläche soll ein - oft späteres - Kleben ermöglicht werden.

Im heutigen Sprachgebrauch werden jedoch nur einige ausgewählte Klebeflächen als gummiert bezeichnet, in der Regel handelt es sich dabei um Klebeflächen von Papier, die später mit Wasser oder Speichel befeuchtet werden müssen, um sie zu verbinden. Am bekanntesten ist die Gummierung bei Briefmarken, sie findet sich jedoch auch bei Zigarettenpapier und Briefumschlägen.

Unter einer Gummierung wird in der Technik ein Korrosionsschutz gegen aggressive Medien verstanden. Zu Bahnen extrudierter Gummi wird mit Haftvermittlern oder Klebstoffen auf Substrate (z.B. Stahl) aufgebracht. Gummierungen sind hoch korrosionsbeständig und werden als Schutzauskleidung in Tanks, Transportbehältern, verfahrenstechnischen Anlagen, Rauchgasentschwefelungsanlagen etc. eingesetzt. Die ersten Gummierungen haben die Harzer Apparatewerke 1923 auf den Markt gebracht und damit für die Chemie den Bau von größeren Behältern und Reaktionsapparaten mit korrosiven Stoffen ermöglicht. Heute werden Gummierungen für Auskleidungen in einer Dicke von 3 bis 6 mm eingesetzt. Die Basis bilden Naturkautschuk und synthetich hergestellte Kautschuksorten. Gummierungen werden als Auskleidungen in Hartgummi und Weichgummi ausgeführt.

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