Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Guilloche

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Guilloche.jpg
Beispiel für Guillochen

Die Guilloche ist ein spezielles Muster, ein Ornament aus mehreren ineinander verwickelten und überlappenden Linienzügen. Die einzelnen Linien bilden dabei schnurartig, oft asymmetrische, geschlossene Ellipsen oder auch Kreisbahnen.

Je nach Quelle wird die Erfindung der Guilloche unterschiedlich erklärt:

  • Der Erfinder ist der Franzose Guillot,
  • der Begriff 'guilloche' kommt vom franz. Wort für Grabstichel, einem Gravierwerkzeug
  • Hans Schwanhardt (-1621) hat sie erfunden und sein Schwiegersohn Jacob Heppner (-1645) hat zur Verbreitung beigetragen

Guillochen wurden früher vor allem beim Druck von Banknoten und Wertpapieren eingesetzt, um einen Nachdruck, eine Fälschung, zu erschweren, da sich die Guillochen auf den damals noch gravierten Druckplatten nicht ohne weiteres 1:1 reproduzieren ließen.

Daneben dienten die Guillochen auch der Verzierung und der Graustufung. Da in früheren Zeiten die heute übliche Rastertechnik nicht üblich war, um Grafiken mit abgestuften Farbtönen (Grauskala) differenziert zu färben, wurden Linienmuster eingesetzt. Je dichter das Netz der Linien wurde, um so dunkler erschien die gedruckte Fläche.

Das Eingravieren von Guillochen auf Metall nennt man Guillochieren. Dazu wurden seit dem 17. Jahrhundert sogenannte Guillochiermaschinen oder „Guillochen“, eine Form von Drehbänken, verwendet. Beliebt waren Guillochen bei Dosen und Taschenuhrdeckeln; am deutlichsten treten sie bei silbernen Fingerhüten hervor.

Literatur

  • Eugen von Philippovich, Kuriositäten/Antiquitäten. Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1966

Weblinks

(jeweils Engl.)

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Guilloche, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge
Andere Sprachen