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Guillaume Postel

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Guillaume Postel (* 28. Mai 1510 in Dolerie; † 6. September 1581 in Paris) war ein französischer Humanist und Universalgelehrter (Mathematiker, Kartograph, Linguist, Kabbalist, Orientalist).

Nachdem Guillaume Postel ab dem Jahre 1539 in Paris als Professor lehrte, trat er im Jahre 1544 als Novize den Jesuiten bei, wurde aber nur zwei Jahre später vom Orden ausgeschlossen. Danach führte Postel ein unruhiges Wanderleben als Mystiker, Astrologe und Visionär. Zwischen 1547 und 1549 war er in Venedig, reiste von dort in die Levante und kehrte 1550 nach Paris zurück, wo er mehrere Übersetzungen aus dem Hebräischen veröffentlichte. Im Frühjahr 1553 hielt er sich in Basel auf, wo er mit Kaspar Schwenckfeld, Sebastian Castellio und David Joris zusammentraf. Im selben Jahr, wieder in Venedig, kritisierte der die Hinrichtung von Servet. 1555 wurde er in Venedig wegen Häresie angeklagt und verurteilt, wurde aber, da man ihn für verrückt erklärte am Leben gelassen. Ab dem Jahre 1556 war er in der Ripetta in Rom inhaftiert, einem Gefängnis für Juden und Häretiker. Die Ripetta wurde im Jahre 1559 von der Bevölkerung gestürmt und Postel konnte entkommen. Ab dem Jahre 1563 lebte er im Kloster Saint-Martin-des-Champs in Paris, wo er am 6. September 1581 verstarb.

Werke

  • Linguarum duodecim characteribus differentium Alphabeta, introductio ac legendi modus longe facilimus (1538)
  • De orbis terrae concordia (1544)
  • Sefer Jezirah. Übersetzt und kommentiert von Guillaume Postel. Neudruck der Ausgabe Paris 1552. Herausgegeben, eingeleitet und erläutert von W. P. Klein. Stuttgart - Bad Cannstatt: frommann-holzboog 1994.

Weblinks

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