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Grynau

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Der Turm und das Schloss Grynau vor der Linthkorrektion 1786
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Lageplan des Schloss Grynau von 1820. Der alte Verlauf des Flusses Linth und der neu errichtete Linthkanal sind beide eingezeichnet und verdeutlichen die veränderte Lage der Grynau

Das Schloss Grynau oder Grinau ist eine mittelalterliche Burg am Fluss Linth im Gebiet der Gemeinde Tuggen im Kanton Schwyz.

Der Bau des bis heute erhaltenen Turms, der lange Zeit fälschlicherweise für ein römisches Bauwerk gehalten wurde, erfolgte im frühen 13. Jahrhundert durch die Grafen von Rapperswil zur Sicherung des Übergangs über den Fluss Linth zwischen ihren Gebieten um Uznach und in der March. Über dem Fluss Linth gab es bis ins 20. Jahrhundert nur die Brücken bei Grynau, Benken, Ziegelbrücke und Weesen.

Nach dem Aussterben der Rapperswiler Grafen gelangte die Burg über die Grafen von Habsburg-Laufenburg 1343 an die Toggenburger und 1437 an den Kanton Schwyz. Der Besitz der Grynau ermöglichte es Schwyz, den gesamten Verkehr zwischen der Ost- und der Innerschweiz sowie zwischen Zürich und Chur auf der Linth zu kontrollieren. Auch Zürich versuchte, in den Besitz des Schlosses zu gelangen. Nach der Niederlage Zürichs im Alten Zürichkrieg befand sich Schwyz aber unbestritten im Besitz der Grynau.

Schwyz liess die Burg und ihre Einnahmen aus Zoll, Fahr-, Brücken- und Fischereigebühren durch einen Landvogt verwalten. Im 17. Jahrhundert wurde die Burganlage verändert und eine zeitgenössische Schlossanlage errichtet. Nach der Aufhebung der Binnenzölle 1848 verkaufte der Kanton Schwyz die Anlage an die Familie Kälin, die bis heute im Besitz des Turms und des in einen Landgasthof umgebauten Schlosses ist.

Die ursprüngliche Anlage wurde durch den Bau des Linthkanals stark verändert, da die Strasse und Brücke seither zwischen Turm und Schloss verlaufen und nicht mehr durch den Durchgang in der Mitte des Schlosses.

Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG betreibt in der Grynau auf dem Gebiet der Gemeinde Uznach eines ihrer wichtigsten Unterwerke.

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