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Grootfontein

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Wappen Karte
Bild:Wappen Grootfontein - Namibia.jpg
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Basisdaten
Staat: Namibia
Region: Otjozondjupa
Wahlkreis: Grootfontein
Gemeindeart: Kreisstadt
Geografische Lage: 19° 33' 57" S, 18° 6' 10" O
Fläche: k.A.
Einwohner: 24.000 (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte: k.A.
Höhe: 1.460 m ü. NN
Vorwahl: k.A.
ISO 3166-2: NA.OD
Zeitzone: UTC+1
Südafrikanische Standard Zeit
Gegründet: 1885
Adresse der
Stadtverwaltung:
k.A.
Webseite: www.grootfontein.com
Politik
Oberbürgermeister: k.A.

Grootfontein (Afrikaans für Großbrunn od. Großquell) ist Kreisstadt des gleichnamigen Wahlkreises und Hauptstadt der Region Otjozondjupa in Namibia. Die Stadt liegt 1.460 Meter ü.d.M. im "Otavi-Dreieck" (auch "Maisdreieck") zusammen mit Otavi und Tsumeb, einem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet mit hohen Niederschlagszahlen. Im Jahre 2005 hatte die Stadt rund 24.000 Einwohner; der Kreis bei einer Fläche von 26.520 km² eine Bevölkerung mit rund 35.000 Einwohnern. Die Damara nannten den Platz aus dem gleichen Grunde "Gei //Ous", die Herero bezeichneten ihn als "Otjiwanda tjongue", was Hügelrand des Leoparden bedeutet.

Eine Sehenswürdigkeit in der Nähe ist der 60 Tonnen schwere Hoba Meteorit.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung

1885 ließen sich vierzig Burenfamilien - Dorslandtrekker - in dem von dem Händler und Jäger William Worthington Jordan vom Ndonga-Häuptling Kambonde kaMpingana erworbenen Gebiet nieder, das auch die Kupferminen im Otavi-Bergland umfasste. Sie waren mit anderen in den Jahren 1878 und 1881 aus dem Nordwesten Transvaals (Südafrika) nach Angola gezogen, waren der portugiesischen Verwaltung überdrüssig und wollten hier einen neuen Anfang machen. Sie nannten das Gebiet The District of Upingtonia nach dem Gouverneur der Kapprovinz Sir Thomas Upington in der Hoffnung um dessen Schutz, jedoch ohne dessen Zustimmung. Die geplante Republik Upingtonia kam nicht zustande, da die Herero unter dem Einfluss des Händlers Robert Lewis den Kaufvertrag nicht anerkannten. Inzwischen hatte das Deutsche Reich mit den Herero „Schutzverträge“ ausgehandelt, die auch dieses Gebiet umfassten, doch war es nicht in der Lage, den Buren den gewünschten Schutz zu bieten. Jordan wurde am 30. Juni 1886 auf Geheiß des Bruders von Kambonde im Ovamboland ermordet. Schließlich erfolgte 1887 der Abzug der Buren, teils zurück nach Angola, teils nach Südafrika. 1892 wurde in London die South West Africa Company gegründet, um die Damaraland-Konzession der Deutschen Regierung zu übernehmen. Die Konzession enthielt das vormalige Gebiet der sogenannten Republik Upingtonia sowie ausgedehnte Minen- und Eisenbahnrechte. Sie war mit der Auflage verbunden, den nördlichen Teil des „Schutzgebietes“ zu entwickeln.

Unter deutscher Kolonialverwaltung

Bild:GrootfonteinStrassenschilder.jpg
Deutsche Strassenschilder in Grootfontein

Unter deutscher Verwaltung wurden Expeditionen zur Erforschung der Erzvorkommen und des Bahnbaus ausgesandt; Generalvertreter der Gesellschaft war Dr.Georg Hartmann, der Grootfontein als Hauptsitz wählte und zwei Gebäude errichten ließ. 1894 erlaubte er mit Genehmigung der Reichsregierung, 25 Burenfamilien unter ihrem Führer Kommandant Lombard, die auf dem Trek von Transvaal nach Angola waren, sich in Grootfontein niederzulassen. Als der Landeshauptmann Theodor Leutwein 1895 Grootfontein besuchte, fand er lt. Kolonialblatt „ein freundliches Bauerndorf“ vor. Im September 1896 wurden in Grootfontein 25 Mann der Deutschen Schutztruppe unter Lt. Steinhausen stationiert und die Militärstation, das sogenannte alte Fort, errichtet. Dieses dient heute als sehenswertes heimatkundliches Museum. Von 1897-1899 war Stabsarzt Dr. Philaletes Kuhn Distriktschef von Grootfontein und 1899 bis 1904 Oberleutnant Richard D. Volkmann. Unter Kuhn wurde das damalige sumpfige und malariaverseuchte Quellgebiet saniert und Grootfontein damit zu einem fieberfreien Platz entwickelt.

Der provisorische Schulunterricht in den Räumen der SWA Company fand ein Ende, als 1902 Grootfontein eine Regierungsschule erhielt mit dem Schulleiter Otto Rohmann. Die heutige Ortsmitte wurde 1907 im Auftrag der SWA Company durch Landmesser Steffen aufgemessen, es erhielt die damaligen Straßennamen, und 1908 erreichte die Bahn von Otavi her den Ort. Neue Wohngebäude wurden errichtet, die Warengeschäfte von "Wecke & Voigts" und "Rothe & Hagen" ließen sich nieder, das Nord-Hotel wurde eröffnet, auch das in den 30er Jahren abgebrannte Central-Hotel (heute "Meteor-Hotel") und weitere Geschäfte entstanden. Die Minen in Abenab und Berg Aukas konnten nun in großem Stil ihre Zink- und Vanadium-Erze transportieren, und Grootfontein entwickelte sich stetig zu einem wichtigen Handels- und Farmereizentrum.

Südafrikanische Verwaltung

Im Juli 1915 wurde Grootfontein von Südafrikanischen Unionstruppen besetzt, und der letzte Deutsche Bezirksamtmann Berengar von Zastrow übergab an den Militärmagistrat Major J.H. Mayne. Diesem folgte 1916 Major Frank Harold Brownlee und 1918 Captain R.H.G. Gage, der den Ort bis 1919 verwaltete. Ab Januar 1920, als Südafrika vom Völkerbund die ehemalige deutsche Kolonie als C-Mandat zur Verwaltung übertragen bekam, wurde die Militärverwaltung durch Zivilverwaltung abgelöst. Nun waren südafrikanische zivile Magistraten für Ort und Bezirk (einschließlich der Ortschaften Tsumeb und Otavi) verantwortlich. Sie residierten nicht mehr in der Militärstation, sondern zogen in das neu erbaute und heute noch bestehende Gerichtsgebäude, das auch die Polizei beherbergt. Die Ortsverwaltung wurde anfänglich noch von der SWA-Company bestritten, 1933 wurde ein sogenannter Village Management Board gebildet der für Elektrizität, Wasser, Abfuhrwesen, Straßenunterhalt etc. zuständig war. Im September 1947 erhielt der Ort schliesslich eine Stadtverwaltung (Municipality); erster Bürgermeister von Grootfontein wurde J. Rathbone.

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Koordinaten: 19° 33' 57" S, 18° 6' 10" O

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