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Großer Arber

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Großer Arber

Blick von Norden auf den Gipfelbereich mit den Skianlagen und den markanten Radomen

Höhe 1.456 m
Lage Bayern
Gebirge Bayerischer Wald
Geographische Lage Koordinaten: 49° 6' 44" N, 13° 8' 4" O49° 6' 44" N, 13° 8' 4" O
Gestein Gneis
Besonderheiten Höchster Berg des Bayerischen Waldes
Felsen des Richard-Wagner-Kopfes mit dem Großen Rachel im Hintergrund
Großer Arber aus der Vogelperspektive
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Gro%C3%9Fer_Arber, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


Der Große Arber ist mit 1456 m der höchste Berg des Bayerischen Waldes und wird daher auch als König des Bayerischen Waldes bezeichnet. Geografisch gehört er jedoch zum Böhmerwald.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Große Arber hat vier Gipfel: Den Hauptgipfel mit dem Kreuz, den charakteristischen, oft abgebildeten Richard-Wagner-Kopf, den Seegipfel gegen Süden und eine weitere Felsgruppe weiter westlich.

Neben dem Großen Arber gehört zur Berggruppe auch der Kleine Arber mit 1384 m. Unterhalb der Gipfel befinden sich der Große Arbersee und der Kleine Arbersee, die beide von einem Naturschutzgebiet umgeben sind. Der Gipfel ist gezeichnet von zwei Gebäuden mit Radomen, die militärische Radarstationen beherbergen. Diese militärischen Objekte wurden 1982 gegen erhebliche Proteste von Naturschützern so nahe an der tschechischen Grenze während des Kalten Krieges errichtet, um den Flugverkehr im Ostblock überwachen zu können.

Im Norden Richtung Lam herrscht bäuerlich bewirtschafteter Plenterwald, im Süden gegen Bodenmais Staatswald. Der größte Teil des Großen Arbers und die umliegenden Waldgebiete befinden sich im Besitz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Diese erwarben 1852 die Besitzung des Glashüttenmeisters Hafenbrädl in Böhmisch Eisenstein, später Markt Eisenstein, heute Železná Ruda, und 1872 die in Bayerisch Eisenstein.

Arber-Bergbahn

Siehe auch: Hauptartikel Arber-Bergbahn

Die durch die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern betriebene „Arber-Bergbahn“ ist ganzjährig geöffnet.
Durch mehrere Skipisten wurde der Große Arber in der Vergangenheit auch als Wintersportgebiet erschlossen. Am 17. September 1949 wurde im Skigebiet der erste Sessellift zum Arber eröffnet. Durch eine konsequente Erneuerung der Liftanlagen in den letzten Jahren, mit dem Bau einer 6er-Umlaufgondelbahn und dem Bau von zwei 6er-Sesselliften ist das Skigebiet am Arber zum modernsten Skigebiet im Bayerischen Wald aufgestiegen. Seit 1973 finden hier Slalom- und Riesenslalomwettbewerbe um den Europacup und seit 1976 um den Skiweltcup statt. Im Sommerbetrieb befördert die Gondelbahn Wanderer und Ausflugsgäste in den Gipfelbereich des Großen Arbers.

Klima

Der Arbergipfel weist im Durchschnitt 160 Frosttage und eine Schneedeckendauer von 150 Tagen auf. Wegen der Spät- und Frühfröste hat die Vegetationsperiode eine Dauer von wenig mehr als 100 Tagen. Die Julitemperatur liegt in den Kammbereichen nur bei 11 Grad. Von den etwa 1950 mm Jahresniederschlägen fallen 40% als Schnee.

Arbermandl

Im Winter bildet der Ostwind zusammen mit Eisschnee die so genannten „Arbermandl“. Die Latschen und Bergfichten am Arber erstarren dabei zu bizarren und oft skurril wirkenden Gestalten. Der Kameramann Martin Lippl drehte Mitte der 1980er Jahre einen Film darüber und Elfie Pertramer unterlegte diese Aufnahmen mit einem mystischen Gedicht. Unter dem Titel Stimmen aus dem Zauberwald wird der Film jeweils zum Jahresbeginn im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.

Weblinks

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