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Großdrebnitz

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Das Dorf Großdrebnitz ist ein Ortsteil der Stadt Bischofswerda im Landkreis Bautzen in Sachsen. Der Ort hat etwa 1000 Einwohner und erstreckt sich über eine Länge von ca. 4 km. Industriebetriebe gibt es keine, dafür zahlreiche Gewerke, die maßgeblich den ländlichen Raum prägen, wie z. B. eine Teichwirtschaft und eine Agrargesellschaft, sowie verschiedenes Kleinhandwerk.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Großdrebnitz liegt nahe der B 6 südlich von Goldbach und südwestlich von Bischofswerda in Sachsen, im Westlausitzer Hügelland. Das Dorf besteht aus den Teilen Großdrebnitz, Kleindrebnitz und Neudrebnitz. Großdrebnitz ist ein Dorf mit typisch ländlichem Charakter in der Oberlausitz.

Geschichte

Eine Urkunde, in der Großdrebnitz erwähnt wird, stammt aus dem Jahre 1262. Vermutlich ist der Ort jedoch schon eher gegründet worden. Wahrscheinlich im 10. Jahrhundert, in einer Zeit umfangreicher Waldrodungen zu dem Zweck der Anlage bäuerlicher Siedlungen. Ausgangspunkt waren dabei oft die Wasserläufe, also in Großdrebnitz das Hundeflüsschen.

Der Ortsteil Kleindrebnitz – zweifelsfrei der Ältere – zieht sich von den an der Bahnstrecke Dresden–Görlitz gelegenen Teichen am Hundeflüsschen entlang bis zur heutigen Ortsmitte hin. Von da an beginnt der Ortsteil Großdrebnitz.

Den Mittelpunkt des Ortes bildet der Raum um die Kirche mit Pfarrhaus, ehemaliger Schule mit Kantorat, Erbgericht und Lebensmittelverkaufsstelle. Letztere wird auch heute noch als solche genutzt.

Der höchste Punkt liegt bei etwa 380 m NN. Die „Grenze“ zwischen Klein- und Großdrebnitz befindet sich bei etwa 310 m NN. Hier befindet sich auch eine Art „Wetterscheide“.

Ab 1827 entstand auf Flächen, die dem Erbgericht gehörten, Neudrebnitz. Bis 1978 gab es da auch eine Gastwirtschaft. Seit 1996 gehört Großdrebnitz verwaltungsmäßig mit den Orten Weickersdorf und Goldbach zur Stadt Bischofswerda.

Kirche

Bild:Martinskirche Großdrebnitz.jpg
Martinskirche Großdrebnitz

Die Kirche erhielt ihren Namen Martinskirche auf Kirchenvorstandsbeschluss im Zusammenhang mit der Feier der 350. Wiederkehr der Einführung der Reformation in Großdrebnitz. Sie hat ihren Namen also von Martin Luther.

1346 wird diese Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Gebaut ist sie wahrscheinlich um 1250. Da nie zerstört, stammt das Gemäuer wohl aus der Entstehungszeit der Kirche.

Im Juni 2005 wurde die Kirche nach umfangreicher Sanierung wieder eingeweiht.

Die Orgel hat Christian Gottfried Herbrig 1828 erbaut. Das historische Instrument aus der Werkstatt Herbrig ist eines von 9 erhalten gebliebenen in Lausitz und Sächsischer Schweiz.

Weblinks

Koordinaten: 51° 5' N, 14° 9' O

Wikipedia
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