Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Griechische Tragödie

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Tragödie wurde in der griechischen Antike entwickelt und hatte von 490 bis 406 v. Chr. ihre Blütezeit. Bekannte Dichter sind Aischylos, Sophokles und Euripides.

Der Ursprung der griechischen Tragödie (von tragodia - Bocksgesang) liegt in den rituellen Festen zu Ehren des Weingottes Dionysos begründet; speziell gelten die Dithyramben als Vorläufer der Tragödie. Als Entstehungszeit wird die Zeit um 600 v. Chr. vermutet.

Inhaltsverzeichnis

Handlungen

In der griechischen Tragödie konnte man durch jedwedes Handeln nur schuldig werden, wobei das behandelte Thema meist um eines der folgenden Gegensatzpaare kreist:

  • Die Seinsfrage
  • Ich und Welt
  • Mensch und Götter
  • Schuld und Sühne
  • Charakter und Schicksal

Das Schicksal oder die Götter bringen den Akteur in eine unauflösliche Situation, den für die griechische Tragödie typischen Konflikt, welcher den inneren und äußeren Zusammenbruch einer Person zur Folge hat. Es gibt keinen Weg nicht schuldig zu werden, ohne seine Werte aufzugeben (was einem tragischen Opfer nicht möglich ist). Ein gutes Beispiel ist Oedipus von Sophokles.

Aufbau

Der Aufbau folgt dem Grundschema:

  • Prolog
  • Parodos, das Eingangslied des Chores,
  • Stasimon, 4 bis 6 Lieder des Chors zwischen den einzelnen Episoden
  • Epeisodion, Hauptszene
  • Exodos, das Schlusslied des Chores

Diese Grundstruktur konnte nicht verändert werden. Eine feste Konvention war der Wechsel zw. Chor (Liedvers) und dem Schauspieler (Spielvers). Durch den linearen Handlungsablauf mussten Parallelhandlungen oder andere wichtige Ereignisse, die dem Publikum nicht direkt vorgeführt wurden, anderweitig dargebracht werden. Dies konnte auf verschiedene Weise geschehen, etwa durch die Teichoskopie (Mauerschau), den Botenbericht, den Deus ex machina oder durch das Ekkyklema.

Darstellung

Doch nicht nur der strenge Aufbau der Tragödie musste eingehalten werden, es waren daneben auch noch folgende Konventionen zu beachten:

  • Der Schauspieler trug immer eine Maske. Es sind keine Masken erhalten, aber man kann Abbildungen auf Vasen finden
    • Die Maske gab ein starres, erschreckendes Aussehen;
    • Die Individualität des Schauspielers wurde abgelegt;
    • Sie vereinfachte dem Schauspieler das Rollenspiel;
  • Das Kostüm konnte der Dichter frei zusammenstellen, aber es war zeitgenössisch historisch.
  • Die Tragödie wurde immer im Freien, nie im geschlossenen Raum aufgeführt.

Über die Musik sind nur Bruchstücke erhalten.

Siehe auch

Literatur

  • Horst-Dieter Blume: Einführung in das antike Theaterwesen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978. ISBN 3-534-04244-1
  • Ulf Heuner: Tragisches Handeln in Raum und Zeit. Raum-zeitliche Tragik und Ästhetik in der sophokleischen Tragödie und im griechischen Theater. Metzler, Stuttgart 2001. ISBN 3-476-45268-9
  • Christian Meier: Die politische Kunst der griechischen Tragödie. Beck, München 1988. ISBN 3-406-33392-3
  • Siegfried Melchinger: Das Theater der Tragödie. Aischylos, Sophokles, Euripides auf der Bühne ihrer Zeit. dtv, München 1974. ISBN 3-406-05407-2
  • Gustav Adolf Seeck: Die griechische Tragödie. Reclam, Stuttgart 2000. ISBN 3-15-017621-2
  • Oliver Taplin: Greek Tragedy in Action. Routledge, London 1978. ISBN 0-415-04312-3
  • Wolfgang Schadewaldt: Die Griechische Tragödie. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1991. ISBN 3-518-28548-3

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Griechische_Trag%C3%B6die, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge