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Griechische Mythologie
Aus Kefk.
Die Griechische Mythologie umfasst Geschichten der Götter und Helden (Heroen) des antiken Griechenlands.
Inhaltsverzeichnis |
Polytheismus und Anthropomorphismus
Die Religion der antiken Griechen entstand aus einer Vermischung der Glaubensvorstellungen der eingewanderten Griechen und der vorgriechischen Bevölkerung in Kleinasien und Griechenland (um ca. 2000 v. Chr.). Im Vergleich zu den großen monotheistischen Religionen ist das Fehlen einer Offenbarung, klarer Gebote und Verbote auffallend, wenngleich die Göttin Nemesis und die Erinnyen (Eumeniden) Zuwiderhandlungen gegen die Natur und vor allem den Muttermord bestrafen. Es kann, in der Antike seit Xenophanes, von einem Anthropomorphismus – einer Vermenschlichung der Götter – gesprochen werden, sie sind also durch ihren Ursprung als mythologische Gestalten den Menschen vor allem in ihren Schwächen ähnlicher als ein monotheistischer Gott es sein kann.
Die Religion war in ihrem Kern polytheistisch, mit verschiedenen Göttergeschlechtern (zum Beispiel dem der Titanen), zahlreichen Naturdämonen, Ortsgöttern und Halbgöttern. Einen geschlossenen Priesterstand gab es nicht, sondern bestimmten Heiligtümern zugeordnete Priester, ferner Seher und Wahrsager.
Quellen
Die ältesten Quellen sind unter anderem Homers Ilias und Odyssee sowie Hesiods Theogonie. Homer und Hesiod brachten die Götter in eine bestimmte Ordnung: Aus lokalen Götterkulten mit weit gehenden Zuständigkeiten wird ein funktional differenzierter Götterkosmos. Im hellenistischen Zeitalter vermischte sich die Religion mit orientalischen Elementen.
Mythologie
Diese Mythologie wurde von den Römern unter analoger Götter-Zuordnung griechischer zu römischen Gottheiten im Wesentlichen übernommen (siehe römische Mythologie, auch: Etrusker). Sie hat trotz Christianisierung und Wegfall der Götterverehrung die Jahrtausende überdauert. Die Gestalten der griechischen Mythologie haben immer wieder die Vorlagen für neuere Werke der Kultur geliefert. Ungezählt sind die Gemälde, Opern oder Theaterstücke, die den antiken Stoff neu aufnehmen und verarbeiten.
Mythos (griechisch mýthos) bedeutet ursprünglich „Rede“, „Kunde“ oder „Überlieferung“, später verschiebt sich die Bedeutung mehr auf das Unwahrscheinliche. Bereits antike Autoren verändern den Stoff erheblich, so dass man teilweise unterschiedliche Abstammungen und/oder Nachkommen bei den einzelnen Gestalten finden kann.
Götterhimmel
Sitz der griechischen Hauptgötter war der Berg Olymp (griech. Ὄλυμπος / Olympos) in Griechenland. Sie entsprechen den zwölf Monaten des Jahres sowie den zwölf Tierkreiszeichen.
Siehe auch: Stammbaum der griechischen Götter und Helden
Schöpfungsgötter
- Aither (Äther) - die reine Luft des oberen Himmels, in der die Götter atmen und in der die Gestirne schweben; Sohn von Erebos und Nyx
- Chaos - ungeordneter und ungeformter Weltzustand, aus dem die Götter hervorgingen
- Erebos - die Finsternis, entstand aus dem Chaos (nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit)
- Eros - das „Vereinende“, nach Hesiod war er einer der ersten, die entstanden sind, da eine Gewalt, eine Bindungskraft, da sein musste, um einen Zusammenhalt im Universum zu garantieren
- Gaia - die Erde in Göttergestalt, entstand aus dem Chaos, auch Urmutter aller Götter
- Hemera - der Tag; Tochter des Erebos und der Nyx
- Nyx - die Nacht, entstand aus dem Chaos (nach anderen Quellen auch aus der Paarung des Chaos mit der Dunkelheit)
- Uranos - Himmel in Göttergestalt; durch Gaia ohne Zeugungsakt geboren
Titanen
Die Titanen stammen der Sage nach von Uranos und Gaia ab (Details siehe Artikel Titanen).
- Atlas - Sohn des Titanen Iapetos. Für seine Teilnahme am Titanenkampf verdammte ihn Zeus dazu, für alle Zeiten das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern zu tragen.
- Epimetheus - Bruder des Atlas. Im Kampf der Titanen gegen die Götter kämpfte er auf Seiten des Zeus. Heiratete auf Geheis des Zeus Pandora.
- Hyperion - Licht- und Sonnengott, zeugte mit Gattin Theia den Sonnengott Helios, die Mondgöttin Selene und die Göttin der Morgenröte Eos
- Iapetos - Gatte der Nymphe Klymene (Tochter des Okeanos), wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros verbannt
- Koios - wurde nach der Niederlage gegen die olympischen Götter in den Tartaros gestoßen
- Kreios - Gatte der Eurybia
- Kronos - Vater des Zeus, der Hera, der Demeter, der Hestia, des Poseidon und des Hades, wurde nach der Entmannung des Vaters Uranos zum Herrscher der Welt; Gatte von Rhea; wurde von seinem Sohn Zeus entmachtet und herrscht nun auf der Insel der Seligen
- Menoitios - Bruder des Atlas. Wurde im Kampf der Titanen gegen die Götter von Zeus getötet und in den Tartaros geschickt.
- Mnemosyne (Erinnerung) - Mutter der neun Musen, Mutter der Fusen
- Okeanos - Herr des Ozean, stärkster der Titanen, zeugte mit seiner Schwester und Gattin Tethys die Flussgötter, Meeres- und Quellnymphen
- Phoibe - Frau des Koios, Mondgöttin
- Prometheus - Sohn des Iapetos, Bruder des Atlas. Er brachte den Menschen das Feuer und wurde dafür von Zeus bestraft.
- Rhea - Mutter von Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus; herrscht mit Gatte Kronos seit dessen Entmachtung auf der Insel der Seligen
- Tethys - Meeresgöttin, Gattin des Okeanos, als Amme der Hera verfluchte sie Hera zuliebe die Sternbilder, immer über den Himmel zu wandern
- Theia - Gattin des Hyperion, fordert für ihre Kinder einen Herrschaftsanspruch neben den Titanen, woraufhin Hyperion und Helios getötet werden und Selene Selbstmord begeht
- Themis - Göttin der Gerechtigkeit und der Ordnung, zweite Gattin (nach Methis) des Zeus, sie kennt die Zukunft und ermöglicht so Deukalion und Pyrrha, die Sintflut zu überleben und die Erde neu zu bevölkern
Olympische Götter
Die Olympischen Götter (griech. τὸ Δωδεκάθεον / to Dodekatheon) auch Olympioi oder Olympier sind die zwölf (griech. δώδεκα / dodeka) Hauptgötter der griechischen Mythologie.
Geordnet nach ihrem Rang sind dies: Zeus, Poseidon, Hera, Demeter, Apollon, Artemis, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hephaistos und Hestia. Hestia wird jedoch später von Dionysos von ihrem Platz im Olymp verdrängt.
Machtergreifung der Olympier
Die Olympier ist die Gruppe ihres Oberhauptes Zeus, der nach schweren Kämpfen seinen Vater Kronos und dessen Geschwister, und damit die vor ihm herrschenden Titanen, gestürzt hat. Er wurde dabei von den Kyklopen, von denen er auch Blitz und Donner erhielt, den Hekatoncheiren und seiner Mutter unterstützt. Nachdem Zeus die Titanen in den Tartaros gestürzt hatte, musste er seine Herrschaft noch gegen die Nachkommen der Titanen sichern. Um diese zu überwinden, müssen sie sich der Hilfe der Styx versichern, wo sie später noch ihre Eide schwuren. Auch sie werden in den Tartaros gesperrt. Da sich weder Okeanos noch Tethys und Themis am Aufstand der übrigen Titanen gegen Zeus beteiligten, ließ ihnen Zeus die Herrschaft über ihr angestammtes Reich.
Daraufhin müssen sie sich mit den Giganten schlagen. Dabei erhalten sie besonders Hilfe vom sterblichen Herakles, der später auch in den Olymp aufgenommen und der Gatte der Hebe wird, die in ihrer Funktion als Mundschenk der Götternahrung Nektar vom Ganymed abgelöst worden war. Doch auch in diesen Kämpfen war Zeus siegreich und er konnte mit seinen Brüdern die Weltherrschaft antreten. Dabei war ihm durch Los „der Himmel“, Poseidon „das Meer“ und Hades „die Unterwelt“ zugefallen.
Schließlich müssen sich die Olympier gegen den Typhon durchsetzen. Als der mit glühenden Steinen werfend und dabei ohrenbetäubend brüllend zum Himmel hervor stieg, wandten sich die Olympier entsetzt zur Flucht. Daraufhin verwandelten sie sich in Tiere; Zeus in einen Widder, Apollo in einen Raben, Dionysos in einen Ziegenbock, Artemis in eine Katze, Hera in eine Kuh, Aphrodite in einen Fisch und die Eos in einen Ibis. Auch Ares wandelt sich zu einem Fisch, der gewaltige Herakles in ein Reh, Leto in ein Wiesel, Hephaistos in einen Stier. Und so fliehen sie nach Ägypten, dem alten Land der Weisheit, ehe Zeus den Typhon bändigt. Somit ist Zeus Begründer der dritten Weltordnung.
Die zwölf Olympier
| Griechisch (translit.) | Römischer Name | Rang, Verwandtschaftsbeziehungen zu anderen Göttern, Funktion, Besonderheiten | Symbol Attribute | Bild | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aphrodite Ἀφροδίτη) (Aphroditē) | Venus | Rang IX, Göttin der Liebe und Schönheit Tochter des Zeus (Adoptiv-) Tochter (von Dione) Gemahlin des Hephaistos Himmelskörper: Planet Venus | ♀, Schwan, Gans, Taube, Muschel, Gürtel, Spiegel, Myrte, Apfel etc. | Bild:Aphrodite head Kaufmann Louvre.jpg | |
| Apollon Ἀπόλλων (Apollōn) | Apollo | Rang V, Gott der Poesie, des Lichtes, der Mäuse, der Pest und der Prophetie Musenführer (Beiname: Musagetes) gleichgesetzt mit Phoebus (Sonnengott) Sohn des Zeus und der Titanin Leto unverheiratet, Vater des Asklepios Zwillingsbruder der Artemis Himmelskörper: Sonne | Saiteninstrument Kithara, Pfeil und Bogen | Bild:Apollo Palatino Inv12456.jpg | |
| Ares ῎Αρης (Arēs) | Mars | Rang VIII, Gott des zerstörerischen Krieges und der Schlachten Liebhaber der Aphrodite ehelicher Sohn des Zeus und der Hera Vater von Deimos und Phobos Liebesbeziehung zur Liebesgöttin Aphrodite Himmelskörper: Planet Mars | ♂, Fackel, Hund und Geier, Schwert, Schild, Helm | Bild:Ares Argentina Montemartini.jpg | |
| Artemis Άρτεμις (Artemis) | Diana | Rang VI, Jungfräuliche Göttin der Jagd und des Mondes (zusammen mit Selene) Tochter des Zeus und der Leto Zwillingsschwester des Apollon (Apollon = Sonnengott Helios, Artemis = Mondgöttin Selene nie verheiratet, keinem Manne untertan, sondern frei und kinderlos Himmelskörper: Mond | Pfeil und silberner Bogen, Köcher, Wermutkraut, Hirschkuh, Mondsichel | Bild:Apollo Artemis Brygos Louvre G151.jpg | |
| Athene Ἀθηνᾶ (Athēna) | Minerva | Rang VII, Göttin der Weisheit, Schutzherrin der Helden, der Städte, des Ackerbaus, der Künste und Wissenschaften, des Handwerks, des (strategischen) Krieges und des Friedens (Pallas) Lieblingstochter des Zeus (Kopfgeburt) und der Metis unverheiratete Jungfrau Himmelskörper: Asteroid Pallas | Eule, Ölbaum, Helm, Speer |
| |
| Demeter Δήμητρα (Dēmētra) | Ceres | Rang IV, Erdgöttin, Muttergöttin, Fruchtbarkeitsgöttin dreifaltige Göttin in verschiedenen Manifestationen: Jungfrau, Mutter oder Alte Frau unverheiratete Schwester und Geliebte des Zeus in der Kunst eng verbunden mit ihrer Tochter Persephone und deren Gatten Hades Mutter des Plutos Himmelskörper: Zwergplanet Ceres | goldener Ährenkranz, Fackel, Korb mit Pfirsichen oder Blumen, Labrys (Doppelaxt) | Bild:Cosmè Tura 005.jpg | |
| Hera Ἥρα (Hēra) | Juno | Rang III, Familien-Göttin, zuständig für Hochzeit, Mutterschaft und Geburt Helferin in den Nöten der Entbindung äußerst eifersüchtige Gattin des Zeus Mutter von Ares, Hephaistos, Hebe etc. Schwester des Zeus Himmelskörper: Asteroid Juno | Pfau, Kuckuck, königliche Kopfbinde, Granatapfel | Bild:Hera Prometheus CdM 542.jpg | |
| Hephaistos Ἥφαιστος (Hēphaistos) | Vulcanus | Rang XI, Gott der Vulkane, des Feuers und der Schmiedekunst Sohn der Hera (in Parthenogenese alleine gezeugt) von seiner Mutter vom Olymp geschleudert und lahm seitdem zur Versöhnung von Zeus mit Aphrodite verheiratet, die ihn mit Ares betrog Planet Vulkan | Schmiedehammer bzw. -zange, Beil, Pilos (Handwerkerkappe) | Bild:Hephaestus (Greek Mythology).jpg | |
| Hermes Έρμής (Hērmēs) | Merkur | Rang X, Gott der Diebe, des Handels und der Reisenden. Götterbote Sohn des Zeus und der Nymphe Maia Vater des Pan, des Daphnis, des Hermaphroditos, des Abderos und des Autolykos Himmelskörper: Planet Merkur | ☿, Flügelkappe, Flügelschuhe, Hermesstab, Reisehut | Bild:Achilles embassy Louvre G264 n3.jpg | |
| Hestia Ἑστία (Hestia) | Vesta | (Rang XII), Göttin des Herdfeuers und der Familieneintracht unverheiratete Jungfrau trat zurück nachdem Dionysos in den Kreis aufgenommen wurde älteste Schwester des Zeus Himmelskörper: Asteroid Vesta | Palladion | Bild:764px-Hestia tapestry.jpg | |
| Poseidon Ποσειδῶν (Poseidōn) | Neptun | Rang II, Gott des Meeres (hier Mittelmeer), der Erdbeben und Pferde älterer Bruder des Zeus Sohn des Kronos und der Rhea verheiratet mit Amphitrite Vater des Triton bei der Teilung der Welt erhielt Zeus den Himmel, Hades die Unterwelt und Poseidon die Erde und den Ozean Himmelskörper: Planet Neptun | ♆, Dreizack, Streitwagen, Delfin |
| |
| Zeus Ζεύς (Zeus) | Jupiter | Rang I, Göttervater, zuständig für Blitz, Donner und Luft jüngster Sohn des Kronos und der Rheia jüngerer Bruder von Poseidon, Hades, Hera und Demeter Vater von Athene, Apollon, Artemis, Ares, Aphrodite, Hermes, Dionysos, Herakles etc. Himmelskörper: Planet Jupiter | ♃, Adler, Blitzbündel, Zepter, manchmal auch die Siegesgöttin Nike | Bild:Bust of Zeus.jpg |
- Eris - Tochter der Nyx, Göttin der Zwietracht und des Streites
- Helios - Sohn von Hyperion und Theia, früherer Gott der Sonne, wurde im Laufe der Zeit durch Apollon ersetzt
Später dazugehörige Götter
| Griechisch (translit.) | Römischer Name | Rang, Verwandtschaftsbeziehungen zu anderen Göttern, Funktion, Besonderheiten | Symbol Attribute | Bild |
|---|---|---|---|---|
| Hebe Ἥϐη (Hebe) | Iuventas | Göttin der Jugend Mundschenkin der anderen Götter und reicht Nektar und Ambrosia, nach einer Ungeschicklichkeit von Ganymed abgelöst Frau des Herakles als dieser in den Olymp erhoben worden war Schwester des Ares und der Athene | Asteroid Hebe | Bild:Canova-Hebe 30 degree view.jpg |
| Herakles Ἡρακλῆς (Herakles) | Hercules | Halbgott Heil- und Orakelgott, Beschirmer der Sportstätten und Paläste berühmt für seine zwölf Arbeiten Sohn von Zeus und Alkmene | Löwenfell, Keule, Bogen und Köcher | Bild:Herakles snake Musei Capitolini MC247.jpg |
| Dionysos Διόνυσος (Dionysos) | Bacchus | Rang XII, Gott des Weines und der Ekstase jüngster der großen Götter Sohn der Demeter, Io, Dione, Persephone, Lethe oder Semele und des Zeus später in den Kreis aufgenommen, verdrängte Hestia Asteroid 3671 Dionysus | Weinranken und Weintrauben, Reh- oder Pantherfell | Bild:Dionysos Augenschale des Exekias.jpg |
Götter der Unterwelt
Die Unterwelt gehört nur indirekt zu den Olympiern.
| Griechisch (translit.) | Römischer Name | Rang, Verwandtschaftsbeziehungen zu anderen Göttern, Funktion, Besonderheiten | Symbol Attribute | Bild |
|---|---|---|---|---|
| Hades ᾍδης (Haides) | Pluto | Bruder des Zeus bemächtigte sich durch Raub der Persephone Herrscher der Unterwelt seine Begleiter sind Thanatos „der Tod“ und Hypnos „der Schlaf“ Zwergplanet Pluto | ♇ Fruchtmaß, Füllhorn, Stab dreiköpfiger Kerberos | Bild:Hades (Greek Mythology).jpg |
| Persephone Περσεφόνη (Persephone) | Proserpina | Tochter des Zeus und der Demeter Königin der Unterwelt muss vier Monate beim Hades verweilen, die unfruchtbare Zeit Beiname Kore (Κόρη = „Mädchen“) | königliche Insignien und Fackel | Bild:Triptolemos Kore Louvre G452 full.jpg |
Mythologische Gestalten
Andere Götter, Halbgötter, Heroen und Menschen
- Achilleus, Achilles (auch Atilles): griechischer Held vor Troja
- Acheloos: der älteste und vornehmste der griechischen Flussgötter
- Agamemnon: Oberbefehlshaber der Griechen vor Troja
- Agenor: König von Phönizien, Sohn des Poseidon und der Vater der Europa
- Aias: mächtiger griechischer Kämpfer vor Troja, nur von Achilles übertroffen
- Aigisthos: von Orest mitsamt seiner Mutter Klytaimnestra erschlagen
- Aletheia: Göttin der Wahrheit
- Alkmene: Mutter des Herakles
- Amazonen: matriarchalisch organisiertes Volk
- Amphitryon: Ehemann der Alkmene
- Andromeda: an einen Felsen geschmiedet, von Perseus befreit
- Arachne: eine hervorragende Weberin
- Ariadne: Tochter von Minos
- Asklepios: Gott der Heilkunst
- Atalanta: stellt die Bedingung, der zukünftige Gatte müsse sie im Wettlauf besiegen
- Ate (auch Apate): Tochter des Zeus, die Götter und Menschen ins Unheil stürzt
- Bellerophon: von der Frau des Proitos, König von Tiryns auf Kreta verleumdet
- Chloris: Göttin der blühenden Natur
- Daidalos (Dädalus): Erfinder, Baumeister, Künstler und Handwerker
- Danaiden: 50 Töchter des Ahnherrn der Griechen, Danaos
- Deukalion: Sohn des Prometheus , entkommt der von Zeus verhängten großen Flut
- Elektra: Tochter des Agamemnon und der Klytaimnestra
- Europa: von Zeus in der Gestalt eines Stiers entführt
- Eurystheus: für die zwölf Aufgaben bekannt, die er Herakles auferlegte
- Hekate: Göttin der Zauberkunst, der Nekromantie, des Spuks und der Wegkreuzungen
- Hektor: wichtigster Held und Heerführer Trojas
- Herakles (römisch: Hercules): Heil- und Orakelgott, Beschirmer der Gymnasia (Sportstätten) und Paläste
- Hero: Aphroditepriesterin an der Meerenge Hellespont, den ihr Geliebter Leander allnächtlich durchschwamm
- Hypnos: Gott des Schlafes, der Bruder des Todes Thanatos und Vater der Träume
- Ikaros (Ikarus): Sohn des Dädalus
- Ixion: Person, die erstmals einen Mord an einem Verwandten beging
- Iason (Jason): zog mit den 50 Argonauten, aus, um das Goldene Vlies zu rauben
- Kassandra: Seherin
- Laokoon: warnte die Bewohner von Troja davor, das hölzerne „Trojanische Pferd“ in die Stadt zu ziehen
- Leander: Geliebter der Hero, der ertrank
- Medeia (Medea): ermordet aus Eifersucht ihre Kinder
- Menelaos: begab sich mit Odysseus nach Troja, um die Zurückgabe der geraubten Helena zu bewirken
- Morpheus: Gott des Schlafes
- Nestor: versucht den Streit zwischen Agamemnon und Achill zu schlichten
- Oidipous (Ödipus): Sohn des Königs von Theben, den er unwissentlich tötet und dessen Frau Iokaste, die er später zur Frau nimmt
- Odysseus (etruskisch: Uthuze): griechischer Held vor Troja
- Oknos: verurteilt, ein Seil aus Binsen zu flechten, dessen fertiges Ende immer von einem Esel aufgefressen wurde
- Orestes: Sohn des Agamemnon und der Klytaimnestra
- Orpheus: Sänger, Erfinder der Musik und des Tanzes, Ehemann der Eurydike
- Paris: Sohn des Königs Priamos von Troja
- Perseus: besiegte die Gorgo Medusa, die jeden, der sie sieht, zu Stein verwandelt
- Plutos: der Reichtum
- Priamos: König von Troja
- Prometheus, Titan, der den Menschen das Feuer brachte
- Pyrrha:
- Sisyphos: verriet die Pläne der Götter und musste einen Felsblock einen Hang hinaufzurollen, der dann immer wieder nach unten rollte
- Tantalos:
- Telemachos: Sohn des Odysseus und der Penelope
- Theseus: einer der berühmtesten Helden der griechischen Mythologie
- Tityos: Riese, der versuchte, die schöne Leto zu vergewaltigen
Geister, Ungeheuer, Tiere etc.
- Androgynes: Geschöpfe, aus denen die Menschen hervorgegangen waren
- Androphonos: Aphrodite
- Argos, das Ungeheuer (auch Panoptes genannt):
- Argos: Ungeheuer mit hundert (oder zahlreichen) Augen am ganzen Leib
- Argos: der Hund des Odysseus
- Basilisk: König der Schlangen
- Charybdis: Meeresungeheuer, das gemeinsam mit der Skylla in der Straße von Messina lebte
- Chimaira (Chimäre): feuerspeiendes Mischwesen mit drei Köpfen
- Erinnyen (röm. Furien): eine Gruppe von Rachegöttinnen
- Ethon: Adler, der die Leber des Prometheus zerfrisst
- Giganten: Wesen mit menschlicher Gestalt und schlangenförmigen Beinen sowie vier Armen
- Gorgonen: Schreckgestalten mit Schlangenhaaren, die jeden, der sie anblickt, zu Stein erstarren lassen
- Gryphos (Greif): Symbol scharf blickender Klugheit und des Sehertums
- Harpyien: mussten auf Geheiß des Zeus Seelen von Toten in den Tartarus tragen oder auch Leute töten, die seinen Zorn erregten
- Hesperiden: hüteten einen Baum mit goldenen Äpfeln
- Horen: Göttinnen, die das geregelte Leben überwachten, Schutzgöttinnen der verschiedenen Tageszeiten
- Hekatoncheiren: Hundertarmige
- Hydra: neunköpfiges Seeungeheuer
- Hypnos: Gott des Schlafes
- Kerberos (Hund des Hades, dt. auch Zerberus)
- Kirke (röm. Circe)
- Minotaurus: Stier, dem Minos opfern sollte
- Moiren: Dreiergruppe von Schicksalsgöttinnen
- Musen: Schutzgöttinnen der Künste
- Erato (Liebes-Lyrik)
- Euterpe (Flötenspiel, Gesang)
- Kalliope (Epische Dichtung)
- Klio (Geschichtsschreibung)
- Melpomene (Tragödie)
- Polyhymnia (Hymnische Dichtung)
- Terpsichore (Tanz)
- Thalia (Komödie)
- Urania (Sternkunde)
- Nereiden: 50 Töchter des Nereus, Nymphen, die Schiffbrüchige beschützen und Seeleute mit Spielen unterhalten
- Nymphen: weibliche Gottheiten niederen Ranges, Personifikationen von Naturkräften
- Najaden (Wassernymphen)
- Talnymphen (Talnymphen)
- Dryaden (Wald- und Baumnymphen)
- Leimoniaden (Wiesennymphen)
- Oreaden (Berg-, Grotten- und Höhlennymphen)
- Hyaden (Regennymphen)
- Plejaden (Siebengestirn)
- Oneiroi: Träume, Söhne des Schlafgottes Hypnos
- Pan: Hirtengott mit Ziegenfüßen
- Pegasos: geflügeltes Pferd
- Phoinix: Vogel, der verbrennt und aus seiner Asche neu ersteht
- Satyr: mutwillige Gesellen von robuster Gestalt
- Sirenen: weibliche Fabelwesen, die durch ihren Gesang die Schiffer anlockt, um sie zu töten
- Skylla: bewacht zusammen mit Charybdis die Meerenge von Messina
- Sphinx: Dämon der Zerstörung, gab den vorbeikommenden Reisenden ein Rätsel auf
- Talos: bronzener Riese
- Thanatos: Gott des Todes
- Triton: ein Gott des Meeres
- Typhon: Riese mit hundert Drachen- oder Schlangenköpfen
- Xanthos: griechischer Krieger während des Trojanischen Krieges
- Zelos: Gott des Eifers
- Kentauros (dt. Zentaur): Pferdemensch
- Zephyros: Westwind, der Frauen schwängert
- Kyklopen (Zyklopen): Riesen mit nur einem Auge auf der Stirn
Mythologische Gegenstände und Orte
- Aigis: goldenes Ziegenfell, welches Zeus benutzte, um Gewitter heraufziehen zu lassen
- Ambrosia: Speise und Salbe der Götter
- Bätylos: der Stein, den die Titanin Rhea in Ziegenfell verpackt, ihren Gemahl Kronos statt des neugeborenen Zeus verschlingen ließ
- Delphi: Stadt, die vor allem für ihr Orakel bekannt war
- Nektar: Getränk der Götter
- Goldene Äpfel der Hesperiden: verliehen den Göttern ewige Jugend
- Hades: Ort der Toten
- Tartaros: Strafort der Unterwelt
- Elysion: Insel der Seligen
- Asphodeliengrund: dort hausten auch die meisten Toten als Schatten
- Lethe: Quelle, aus der die Seelen der Verstorbenen das Wasser des Vergessens trinken
- Nekromanteion: das einzige Totenorakel in Griechenland
- Thermodon: Fluss der Amazonen
- Symplegaden: die „Zusammenschlagenden“, zwei Felseninseln
Literatur
- Robert Ranke-Graves: Griechische Mythologie. Quelle und Deutung, (Rowohlts Enzyklopädie), Reinbek 2003, (ISBN 3-499-55404-6)
- Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen, Dtv, München
- 1. - Die Götter- und Menschheitsgeschichten, 2003, (ISBN 3-423-30030-2)
- 2. - Die Heroen-Geschichten, 2004, (ISBN 3-423-30031-0)
- Karl Kerényi: Urbilder der Griechischen Religion. Magda Kerényi (Hrsg.). Klett-Cotta, Stuttgart 1998, (ISBN 3-608-91803-5)
- Karl Kerényi: Töchter der Sonne. Betrachtungen über griechische Gottheiten, Klett-Cotta, Stuttgart 1997, (ISBN 3-608-91837-X)
- Herbert J. Rose: Griechische Mythologie. Ein Handbuch, Beck, München 2003, (ISBN 3-406-49458-7)
- Gustav Schwab: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums, Dtv, München 2005, (ISBN 3-423-70314-8)
- Edward Tripp: Reclams Lexikon der antiken Mythologie, Reclam, Stuttgart 2001, (ISBN 3-15-010451-3)
Siehe auch
- Portal: Mythologie
- Klassische Mythologie
- Stammbaum der griechischen Götter
- Stammbaum der griechischen Götter und Helden
- Liste griechischer Gottheiten
- Liste der weiblichen Gottheiten
- Olympische Götter (mit ihren Attributen)
- Xoanon
- Gigantomachie
- Olymp
- Gigantenfriese des Pergamonaltars und der Parthenonfries.
Weblinks
- Schwab: Sagen des klassischen Altertums im Projekt Gutenberg-DE
- Moritz: Götterlehre oder Mythologische Dichtungen der Alten im Projekt Gutenberg-DE
- Beschreibung der mytholog. Figuren
- Primär- u. Sekundärtexte, Links im Perseus Project (engl.)
- Lexikon bei Gottwein.de
- Theoi Project Götter in antikenkunst, literatur (engl.)
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Aphrodite |
Apollon |
Ares |
Artemis |
Athene |
Demeter |
Hephaistos |
Hera |
Hermes |
Hestia |
Poseidon |
Zeus
Später dazugehörige: Dionysos |
Hebe |
Herakles
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