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Musik Griechenlands
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Die griechische Musik ist vielseitig und regional sehr unterschiedlich. Volksmusik hat in Griechenland immer noch einen hohen Stellenwert, und auch die moderne Musik ist stark durch die Folklore geprägt. Für den Zuhörer aus Mitteleuropa mag die griechische Musik oft schon etwas orientalisch klingen.
Inhaltsverzeichnis |
Griechische Musik der Antike
Siehe Hauptartikel: Musik des antiken Griechenlands
Die Musik von Byzanz
Vor allem die Kirchenmusik des oströmischen byzantinischen Reiches stellt ein entscheidendes Bindeglied zwischen der Musik der Antike und der Mittelalterlichen Musikgeschichte dar. Sie hat entscheidend die Kirchenmusik in den osteuropäischen Ländern geprägt und lebt heute in veränderter Form weiter in der griechischen Kirchenmusik.
Volksmusik (Dimotika)
Traditioneller Dimotika wird von Klarinetten, Gitarren, Tambourinen und Geigen begleitet und schließt Tanzmusikformen wie Syrto, Kalamatiano, Tsamiko und Chasaposerviko sowie Vokalmusik wie Kleftiko ein.
Alte Volkslieder, die Paradosiaka, stammen oft aus Thessalien und Mittelgriechenland und werden überwiegend mit Klarinette und Violine gespielt. Die Lieder handeln sehr oft vom osmanischen Joch, Krieg und Vertreibung.
Die Volkslieder der Inseln, die Nisiotika, sind oft temperamentvoll oder melancholisch. Vorherrschende Instrumente sind Santouri, ein altes Zupfinstrument mit 100-140 Saiten, Laute, Baglama (ein kleines Bouzouki) und Lyra.
In Nordgriechenland wird immer noch häufig der Dudelsack gespielt, und zwar die auch in Bulgarien oft vorkommende Kaba Gajda, sowie die Zourna, eine Art Oboe, die bis weit in den arabischen Raum und in Armenien verbreitet ist.
Viele der frühesten Aufnahmen wurden von Arvanites Yiorgia Mittaki und Yiorgios Papasidheris gemacht. Zu den Instrumentalisten gehören Klarinettenvirtuosen wie Yiorgos Yevyelis, Vassilis Saleas und Yiannis Vassilopoulos sowie Fiedelspieler Nikos Saragoudas und Yiorgos Koros.
Griechische Folklore besteht aus orientalischen Instrumenten die schon die alten Griechen und Perser benutzt haben. Später wurden diese Instrumente von Arabern und Mauren übernommen die sie dem Westen später übermittelt haben.
Einige griechische Volkslieder wurden in den letzten Jahrzehnten auch bei uns populär, allerdings in deutschen Übersetzungen. Erstaunlicherweise sind die Originaltitel übers Internet nicht aufzufinden - zumindest wenn man nicht die griechische Sprache kann. Die bekanntesten Vertreter sind Der Eseltreiber und Kawuras, der Krebs.
Populäre Musik
Rembétika war Griechenlands erste populäre Musik und hatte in den 1930er bis 1950er Jahren ihre goldene Zeit.
Neuere Formen populärer Musik schließen Laïkó und Éntekhno ein. Bouzouki-Klänge sind zwar beliebt, der Sirtaki ist aber nicht typisch griechisch, wie gemeinhin angenommen wird.
Laïkó war die populäre Musik der 1950er und 1960er Jahre in Griechenland; kritisiert wurde die apolitische Grundhaltung und die türkischen Ursprünge. Zu den Vertretern des Laïkó gehören Manolis Angelopoulos und Stelios Kazantzidhis.
Éntekhno entwickelte sich aus der Verwestlichung des Rembétika in den späten 1950er Jahren. Éntekhno ist eine Orchestermusik mit traditionellen rhythmischen und melodischen Elementen. Ihre frühesten Vertreter sind Mikis Theodorakis und Manos Hatzidakis.
Aktuelle Entwicklungen
Sänger traditioneller Musik erschienen in den 1960er Jahren mit Dhionysis Savvopoulos; viele dieser Musiker spielten Néo kýma, eine Mischung von Éntekhno und französischen Chansons. Savvopoulos vermengte Einflüsse US-amerikanischer Musiker wie Bob Dylan und Frank Zappa mit makedonischer Volksmusik und politischen Liedtexten. Einen ähnlichen Musikstil bieten Künstler wie Arletta, Mariza Koch und Kostas Hatzis.
Zu Savvopoulos' Schülern gehört Nikos Xydhakis, der den Laïkó durch die Benutzung orientalischer Instrumente modernisierte. Sein erfolgreichstes Album war Konda sti Dhoxa Stigmi (1987, mit Eleftheria Arvanitaki).
Vor allem in den 80er und 90er Jahren war Vangelis der international erfolgreichste griechische Musiker. Vor allem seine Titel "Chariots Of Fire" (1981) und "Conquest Of Paradise" (1995) wurden Welthits, auch "So Long Ago, So Clear" sollte nicht unerwähnt bleiben.
Bekannteste griechische Band der letzten Jahre ist Antique, die 2001 beim Eurovision Song Contest mit dem Titel "Die For You" Platz 3 erreichten.
Heutige E-Musik
Bis in das 19. Jahrhundert wurde die griechische E-Musik in Westeuropa kaum beachtet. Heute orientieren sich die zeitgenössischen griechischen Komponisten am internationalen Musikgeschehen, teilweise jedoch unter Einbeziehung traditioneller Melodien und Instrumente.
Vertreter der neueren griechischen Musik sind u.a.:
- Nikolaos Mantzaros (1795-1873) - griechische Nationalhymne
- Spiro Xandas - erste griechische Oper Der Bewerber (1857)
- Manolis Kalomiris (1896-1960)
- Dimitri Mitropoulos (1896-1960)
- Andreas Nezeritis (1897-1980)
- Nikos Skalkottas (1904-1949)
- Leonidas Zoras (1905-1987)
- Jiannis A. Papaionnou (1910-1989)
- Anestis Logothetis (1921-1994)
- Dimitris Fampas (1921-1996)
- Iannis Xenakis (1921-2001)
- Mikis Theodorakis (geb. 1925) - mit starken Hinwendungen zu populären Musikformen
- Jani Christou (1926-1970)
Zur jüngeren Generation zählen:
- Georges Aperghis (geb. 1945)
- Michalis Travlos (geb. 1950)
- Minas Borboudakis (geb. 1974)
Weblinks zur heutigen Griechischen E-Musik
Weblinks zur byzantinischen Musik
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