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Griebnitzsee
Aus Kefk.
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| Bild:Griebnitzsee bis kleiner wannsee.png | |
| Daten | |
| Name: | Griebnitzsee |
| Lage: | Mitteleuropa, Deutschland, Land Brandenburg, Berlin und Potsdam |
| Geografische Position: | Koordinaten: 52° 23′ 55" N, 13° 7′ 55" O52° 23′ 55" N, 13° 7′ 55" O |
| Fläche: | ca. 0,592 km² |
| Länge (max.): | 3,1 km |
| Breite (max.): | 265 m |
| Zuflüsse: | Teltowkanal |
| Abflüsse: | Havel über Glienicker Laake sowie über Griebnitzkanal |
| Höhe: | 29,4 m ü. NN |
| Größere Städte am Ufer: | Berlin, Potsdam |
| Besonderheiten: | Endpunkt des Teltowkanals |
Der schmale, L-förmige Griebnitzsee (von slawisch grib = Pilz und (n)ica = Ort) liegt in einer eiszeitlichen Rinne in einem südlichen Seitenlauf der Havel und ist ca. 3 km lang. Er grenzt im Norden und Westen an den Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, im Südwesten an Potsdam-Babelsberg, im Süden liegt der Bahnhof Griebnitzsee.
In den Griebnitzsee mündet an dessen Ostende bei Kohlhasenbrück der Teltowkanal, von dem 1/3 seines Wassers über den zum Griebnitzkanal gehörenden Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal in Richtung Großer Wannsee fließt, während am Nordwestende 2/3 des Wassers durch den Griebnitzsee hindurch über die Glienicker Laake in die Havel fließen.
Die am Nordwestende des Sees befindliche Parkbrücke verbindet das südwestlich des Sees gelegene Babelsberg mit dem nördlich des Sees gelegenen Potsdamer Stadtteil Klein-Glienicke, der im Westen, Norden und Osten vom Berliner Ortsteil Wannsee umschlossen ist. Die Standorte Babelsberg und Park Babelsberg der Universität Potsdam befinden sich in unmittelbarer Nähe, ebenso eine ganze Reihe von neu restaurierten Villen prominenter Persönlichkeiten.
Unweit südlich des Sees verläuft die Eisenbahnlinie Berlin – Magdeburg mit dem Bahnhof Griebnitzsee als gleichnamige Haltestelle der S-Bahn Berlin und der Regionalbahn in Richtung Potsdamer Zentrum bzw. über Werder an der Havel weiter zu den Bahnhöfen in Richtung Brandenburg an der Havel.
Durch fast den gesamten See etwa mittig verläuft die Grenze zwischen dem Land Brandenburg und Berlin, ein kleiner Teil am westlichen Ende des Sees gehört vollständig zu Brandenburg, ebenso wie der Verbindungskanal zwischen Griebnitzsee und Glienicker Lake. Vor 1990 war dies die Staatsgrenze zwischen der DDR und West-Berlin, damit quasi ein Teil der Berliner Mauer. Der See war vom Babelsberger Ufer aus nicht zugänglich.
In Folge der politischen Wende 1989 entstand nach dem Rückbau der Grenzsicherungsanlage am Babelsberger Ufer ein Weg, der den ehemaligen so genannten Kolonnenweg nutzt. Bis 1989 war der Weg niemals öffentlich zugänglich, weder zu DDR-Zeiten noch früher, als die Ufergrundstücke den zumeist jüdischen Villenbesitzern gehörten, bevor sie durch die Nationalsozialisten nach 1933 oder durch die DDR nach 1949 illegal enteignet wurden. Durch Rückübertragungsansprüche der ehemaligen Eigentümer und durch Verkauf zahlreicher Ufergrundstücke seitens des Bundes an die Besitzer der oberhalb liegenden Villen seit 1989 ist ein dauerhafter Bestand des Weges noch nicht geklärt. Im Jahr 2004 haben sich 7000 Potsdamer und Berliner Bürger in einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Uferweges und eine öffentliche Betretbarkeit der Uferflächen bis zum Wasser ausgesprochen. Die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung hat im September 2004 einen Kaufbeschluß für die im Besitz des Bundes befindlichen Uferflächen gefaßt, um diese für die Öffentlichkeit nutzen zu können. Sie handelt damit in Übereinstimmung mit Artikel 40 der Brandenburgischen Landesverfassung, der eine Zugänglichkeit von Naturschönheiten für die Bevölkerung vorsieht. Ein Bebauungsplan, der einen öffentlichen Uferweg und Betretbarkeit der Uferflächen bis zum Wasser vorsieht, ist in Arbeit. Siehe auch: Liste der Seen in Deutschland, Liste der Seen in Berlin, Liste der Seen in Brandenburg
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