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Grenztruppen der DDR

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Wikipedia:Quellenangaben
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Die Grenztruppen der DDR wurden als militärische Einheit zur Überwachung der Außengrenzen der DDR am 1. Dezember 1946 unter der Bezeichnung Deutsche Grenzpolizei gegründet. Den Grenztruppen gehörten 47.000 Mann an. Der weitaus größte Teil der Truppen diente der Bewachung der innerdeutschen Grenze zur Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) und hier vor allem der Unterbindung von Fluchtversuchen von DDR-Bürgern in den Westen. Hierbei wurden von Angehörigen der Grenztruppen mehrere hundert Menschen getötet. Vergleichsweise geringe Kräfte kontrollierten die Oder-Neiße-Grenze nach Polen, die Grenze zur ČSSR. Eine Sonderstellung nahm das Grenzkommando Küste zur Sicherung der Seegrenze an der Ostsee ein.

Inhaltsverzeichnis

Chefs der Grenztruppen der DDR

bzw. Vorgänger Deutsche Grenzpolizei, im Kommando Pätz bei Berlin:

Struktur

Die Gesamtstärke der Grenztruppen betrug 1989 inklusive der Rückwärtigen Dienste (RD) 47.000 Mann. Die Grenztruppen gehörten nach sowjetischen Vorbild zuerst zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS), dann zum Ministerium des Inneren und nach dem Mauerbau 1961 zum Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV). Von 1961 bis 1973 waren die Grenztruppen Bestandteil der NVA, danach wurden sie dieser ausgegliedert und als eigenständige Waffengattung direkt dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt.

Bild:Flag of boats of border troops (East Germany).svg
Flagge der Boote der Grenztruppen auf Oder und Elbe
  • Sitz des Kommandos der Grenztruppen: Pätz bei Berlin

An den östlichen Grenzen zu den „sozialistischen Bruderstaaten” taten nur ca. 600 Grenzsoldaten Dienst. Jedes Grenzkommando war in mehrere Grenzregimenter und in ein bis zwei Grenzausbildungsregimenter untergliedert.

Die Grenzbrigade Küste (GBK) nahm die Überwachung der Seegrenze und die Verhinderung von Fluchtversuchen über die Ostsee wahr, war allerdings organisatorisch in der Volksmarine eingegliedert.

An Grenzübergangsstellen (GÜSt) zur Passkontrolle eingesetzte Mitarbeiter des MfS waren als Passkontrolleinheit (PKE) nicht den Grenztruppen unterstellt, obwohl sie in den Uniformen der Grenztruppen auftraten.

Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 wurden zunehmend auch Angehörige der Grenztruppen der DDR zur Passkontrolle eingesetzt, um den Ansturm an den GÜSt zu bewältigen.

Auf Beschluss des Nationalen Verteidigungsrates der DDR (NVR) vom Juni 1989 wurden die Grenztruppen bis zum 30. November 1989 neu formiert.

Mit der Umstrukturierung wurde die Anzahl der Führungsorgane von 50 auf 24 reduziert und der Personalbestand um ca. 17 Prozent verringert. An der innerdeutschen Grenze wurden die Führungsorgane von

aufgelöst und die Führungsorgane von

neu formiert.

Die Grenzbezirkskommandos wurden wie folgt gegliedert und disloziert:

Grenzbezirkskommando 1, Schwerin

mit den 3 Grenzkreiskommandos

Grenzbezirkskommando 2, Magdeburg

mit 5 Grenzkreiskommandos

Grenzbezirkskommando 3, Erfurt

mit 4 Grenzkreiskommandos

Grenzbezirkskommando 4, Suhl

mit 4 Grenzkreiskommandos

Grenzbezirkskommando 5, Gera

ohne Grenzkreiskommando

  • 8 Grenzkompanien
  • 2 Reservegrenzkompanien
Grenzbezirkskommando 7, Karl–Marx-Stadt

ohne Grenzkreiskommando

  • 3 Grenzkompanien
  • 1 Reservegrenzkompanie

Die an der Staatsgrenze zur BRD dislozierten 4 Grenzausbildungsregimenter wurden zu 2 Grenzausbildungszentren umformiert:

Beide Grenzausbildungszentren waren dem Kommando der Grenztruppen direkt unterstellt, ebenso wie die:


Ebenfalls direkt dem Kommando der Grenztruppen unterstand die von dieser Umstrukturierung nicht berührte:

  • Offiziershochschule der Grenztruppen „Rosa Luxemburg“ die sich in Suhl befand (bis Anfang der 80er Jahre in Plauen)


Der Grenzdienst wurde am 1. Juli 1990 offiziell eingestellt, die Grenztruppen wurden im September 1990 aufgelöst und ihre Aufgaben an der östlichen Grenze auf den Bundesgrenzschutz (BGS), heute Bundespolizei, übertragen.

Siehe auch

Literatur

Wikipedia
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