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Grein
Aus Kefk.
| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen at grein.png | Bild:Map at grein.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Oberösterreich |
| Politischer Bezirk: | Bezirk Perg PE |
| Fläche: | 19 km² |
| Einwohner: | 3.115 (Stand: 15. Mai 2001) |
| Höhe: | 239 m ü. A. |
| Postleitzahl: | 4360 |
| Vorwahl: | 07268 |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 48° 13′ 41" N, 14° 51′ O48° 13′ 41" N, 14° 51′ O |
| Gemeindekennziffer: | 41105 |
| Verwaltung: | Stadtgemeinde Grein Rathausgasse 1 4360 Grein |
| Offizielle Website: | http://www.grein.ooe.gv.at |
| E-Mail-Adresse: | stadtamt@grein.ooe.gv.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Rupert Lehner (SPÖ) |
Grein ist eine Stadtgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Perg im Mühlviertel mit 3.115 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Perg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Grein liegt auf 218 m Höhe im Mühlviertel, und ist damit der tiefstgelegene Ort in Oberösterreich. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,5 km, von West nach Ost 7,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,5 km². 37,8 % der Fläche sind bewaldet, 47,% der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Ortsteile der Gemeinde sind: Dornach, Grein, Greinburg, Herdmann, Lehen, Lettental, Oberbergen, Panholz, Ufer, Würzenberg.
Wappen
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber zwischen fünf schwarzen Felsen auf blauen Wellen eine naturfarbene (gelbbraune) "Hohenauerin"; zwei an Gransel und Stoier (Bug und Heck) stehende Schiffleute in mittelalterlicher roter und grüner Kleidung rudern die Klobzille nach den Angaben des am Dach des Schiffes stehenden und mit ausgestreckten Armen zeigenden Naufergen durch die Stromhindernisse. Die Gemeindefarben sind Grün-Rot
Geschichte
Unter den Babenbergern blühte Grein, dank dem regen Donauverkehr, auf. Die stromabwärts gelegene Stromenge machte Grein zu einen bedeutenden Donauort. Grein hatte geprüfte Nauführer und geschworene Lotsen. 1220 bis 1240 war Grein der Sitz des babenbergischen Amtswalters und somit landesfürstlich, um 1250 ging dies auf „Burg Werfenstein im Machlande“ über, und Grein war bis zur Übergabe an die Prueschenken 1489 der nahen Burgherrschaft Werfenstein untertänig. Die Böhmenkriege, die unter anderem Waldhausen im Strudengau und Klam vernichteten, bedrohten auch Grein. 1476 ging bei der siegreichen Schlacht Scherffenbergs dennoch Grein in Flammen auf. Noch um 1490 war der Ort nicht völlig wieder aufgebaut. Der Krieg mit König Matthias Corvinus schädigte Grein, und da damals die Burg noch nicht stand, wurde die Pfarrkirche wehrhaft gemacht. 1491 erhob Kaiser Friedrich III. den Markt zur Stadt. Dies änderte aber nichts an der tatsächlichen Lage Greins, die den Burgherren untertänig blieb. Der spätere Landeshauptmann von Oberösterreich und Burgherr von Grein, Jakob Löbl (1592-1602), führte tatkräftig die Gegenreformation durch, die Bürger waren damals sehr lutherisch und 1599 mussten Bürger die Stadt aus Religionsgründen verlassen. Um 1563 war das von Kurz und Canaval erbaute Rathaus fertig, der achteckige Steinbrunnen am Rathausplatz wurde um 1600 vollendet (Kaspar Alexandrin aus Trient).
Die Bauernunruhen gingen hier glimpflich vorüber. Das Franziskanerkloster wurde 1622 vom Schlossherrn Grafen Meggau begründet, 1642 verheerte ein großer Brand Grein. Als Durchzugsort von Truppen litt Grein wiederholt Schaden, von den Zeiten als die Ysper Grenze gegen Ungarn war, bis zu den Türken- und Franzosenkriegen. Das berühmte Streifkorps des Oberstleutnants Scheibler gegen die Franzosen 1809 war in Grein stationiert und übte von hier die kühnen Überfälle aus. Der Name der Stadt wird von "Grin" - Geschrei - abgeleitet, entweder vom Lärm des Strudels und Wirbels oder von den Hilferufen Gefährdeter Schiffsleute.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Politik
Bürgermeister ist Rupert Lehner von der SPÖ.
Gemeinderat
Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern und seit der letzten Gemeinderatswahl 2003 ergab sich folgende Mandatsaufteilung:
Stadtrat
Der Stadtrat besteht aus 7 Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:
- Bürgermeister Rupert Lehner (SPÖ)
- 1.Vizebürgermeister Manfred Michlmayer (SPÖ)
- 2.Vizebürgermeister Leopold Höller (ÖVP)
- Stadtrat Herbert Peter Brunner (SPÖ)
- Stadtrat Josef Julius Zeitlhofer (SPÖ)
- Stadtrat Lothar Pühringer (ÖVP)
- Stadtrat Leopold Wegerer (ÖVP)
Einwohnerentwicklung
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2.910 Einwohner, 2001 dann 3.115 Einwohner.
Städtepartnerschaften
Es besteht eine Städtepartnerschaft mit der deutschen Stadt Neckarsteinach/Kreis Bergstraße, Hessen
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Grein.jpg
Blick aus südlicher Richtung auf den Ort |
GreinRathaus.jpg
Rathaus |
GreinStAegidius.jpg
Marktplatz und St. Ägidius |
GreinburgMorgennebel.jpg
Die Greinburg im Morgennebel |
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Museen
- Das Historische Stadttheater in einem Rokoko-Bau von 1791 ist das älteste original erhaltene bürgerliche Theater Österreichs. Es beherbergt eine Theaterausstellung.
- Das "Oberösterreichische Schiffahrtsmuseum" befindet sich im Schloss Greinburg.
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Greinburg erhielt seine jetzige geschlossene Form im frühen 17. Jahrhundert. Sehenswert sind der harmonische dreigeschossige Arkadenhof, die Prunkräume, die Kapelle mit dem Marmoraltar und das steinerne Theater Sala terrena. Im Schloss ist auch das "Oberösterreichische Schiffahrtsmuseum" angesiedelt, das einen Überblick über die Entwicklung der Schifffahrt an der Donau gibt.
- Die Pfarrkirche Sankt Ägidius ist eine spätgotische, jedoch stark erneuerte Hallenkirche. Der barocke Hochaltar von 1749 trägt ein Gemälde von Bartolomeo Altomonte.
- Das alte Rathaus von 1563 ist bis heute in seiner ursprünglichen Form erhalten. Der ursprüngliche Getreidespeicher wurde 1791 zum Bürgertheater (heutiges Stadttheater) umgewandelt. Im Rahmen der Greiner Sommerfestspiele finden heute noch regelmaßig Aufführungen statt.
- Ensemble von Häusern im Ortskern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, mit überwiegend barocken Fassaden.
- In einem der älteste Häuser befindest sich das im Biedermaier-Stil eingerichtete "Cafe Blumensträußel".
Naturdenkmäler
- Waldlandschaft der Donau mit ihrer Verengung am Eingang des Strudengaus.
- Stillensteinklamm am Gießenbach, eine 200m tiefe Klamm mit eindrucksvollen Gesteinsformationen 2 km östlich des Ortes.
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