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Graz-Lustbühel

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Die Satellitenstation Graz-Lustbühel ist Österreichs Fundamentalstation für die Kosmische- und Satellitengeodäsie.

Sie befindet sich einige Kilometer außerhalb des Stadtrandes der steirischen Landeshauptstadt Graz im neunten Gemeindebezirk Waltendorf auf einer Hügelkette, deren Rand den Namen Lustbühel trägt - was den dort arbeitenden Geodäten manchmal ironische Bemerkungen von Fachkollegen beschert. Das Observatorium dient auch Zwecken der Astronomie und der Funktechnik und ist eines von drei Akademieinstituten, die sich in der Steiermark mit Astro- und Aeronomie befassen.

Inhaltsverzeichnis

Messtechnische Ausstattung

Die Satellitenstation besitzt eine große Satellitenkamera vom Bautyp Zeiss BMK75 ausgestattet, die vor einigen Jahren in Kooperation mit der TU Wien von Fotoplatten auf CCD-Technik umgebaut wurde. Seither wird sie auch für Beobachtungen von Asteroiden eingesetzt und zur Detektion von Weltraumschrott erprobt.

Zur weiteren Ausstattung zählen:

Kurze Geschichte und Organisationsform

Die etwa 1970 gegründete Satellitenstation hätte ursprünglich im Bereich der TU Wien entstehen sollen, wurde jedoch auf Empfehlung von Karl Ledersteger in die klimatisch günstigere Südsteiermark verlegt, wo sich an der TH Graz bereits in den 1960er Jahren eine Forschungsgruppe für Satellitengeodäsie gebildet hatte (siehe Karl Rinner und Günter Chesi). Auch eine Kooperation mit Forschern der Elektrotechnik (Prof. Willibald Riedler) existierte bereits.

Der Neubau des Observatoriums erfolgte 1974-76 und wurde zunächst aus Mitteln eines Sonder-Forschungsprojektes zur Förderung der Weltraumforschung finanziert. Um 1980 wurden die Aktivitäten der TU Graz auf dem Gebiet der Astronomie, Kosmischen Geodäsie und Funknavigation in einem neu gegründeten Akademieinstitut gebündelt, dem nunmehrigen Institut für Weltraumforschung. Es gliedert sich in die drei Abteilungen

  • Experimentelle Weltraumforschung (Prof. Wolfgang Baumjohann)
  • Physik des erdnahen Weltraums (Prof. Willibald Riedler?)
  • Satellitengeodäsie (Prof. Hans Sünkel).

Inzwischen wurde das Institut mit mehr als 70 Mitarbeitern aus zehn verschiedenen Nationen das größte Institut der ÖAW (Akademie der Wissenschaften). Im Herbst 2000 konnte es den architektonisch attraktiven Neubau, das sogenannte ÖAW-Forschungszentrum Graz (ÖAW-FZG), beziehen, während das Observatorium selbst am Lustbühel verblieb.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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