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Gravis Ultrasound

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Bild:Ultrasound classic.jpg
Gravis Ultrasound (in typisch roter Farbe) mit dem GF1-Chip
Bild:Gravis UltraSound PNP.jpg
Gravis Ultrasound PNP mit dem InterWave-Chip

Gravis Ultrasound oder GUS ist eine Soundkarte von Advanced Gravis für den IBM-kompatiblen PC. Sie war in den 1990ern in der Tracker- und der Demoszene recht verbreitet, da sie anderen, ähnlich teuren Soundkarten dieser Zeit in der Tonqualität überlegen war. Sie war fähig, auf mehreren Kanälen zugleich Samples abzuspielen, ohne zum Mischen die CPU des Rechners beanspruchen zu müssen. Hierdurch wurden komplexe Musikstücke und Soundeffekte bei minimaler Beanspruchung des Rechners möglich.

Im Gegensatz zu den meisten PC-Erweiterungskarten ihrer Zeit wurde der Großteil der Modellpalette aus roten Platinen gefertigt. Nur wenige Modelle, wie z. B. der Lizenznachbau Altra Sound, wurden aus grünen Platinen gefertigt.

Inhaltsverzeichnis

Technisches

Die Soundkarte besaß eigenes RAM, einen eigenen Mix-Chip (Gravis GF1 in den ersten Modellen, später AMD InterWave) und wurde am ISA-Steckplatz angeschlossen. Der interne Soundmixer entlastete die CPU und ermöglichte eine hohe Soundqualität auf 80486er Prozessoren. Außerdem konnte man über spezielle Programme in Echtzeit verschiedene Effekte, wie Delay, Flange oder Reverb (nur Karten mit InterWave-Chip) durchführen, ohne dass der Prozessor des PCs besonders viel Leistung haben musste.

Erwähnenswert ist ihre MIDI-Abspielqualität, da sie Instrumenten-Patches im eigenen RAM speichern konnte und 32 Tonkanäle hatte. Die Produkte des damaligen Marktführeres Creative Labs (Sound-Blaster-Serie) boten eine solche Möglichkeit lange Zeit nicht.

Kompatibilität

Als größtes Handicap der Ultrasound-Serie galt ihre mangelnde Spielekompatibilität. Die Tonausgabe der damals mehrheitlich unter MS-DOS laufenden Computerspiele war meist nur auf Sound-Blaster-Soundkarten ausgelegt. Mit dem von Gravis angebotenen Soundblaster-Emulationstreiber (SBOS, MegaEm) gelang es bei manchen Spielen, auch auf Ultrasound-Karten Soundeffekte und Musik auszugeben. Reibungslos harmonierte die Zusammenarbeit aber oft nur mit Spielen, welche direkte GUS-Unterstützung anboten. Diese waren lange Zeit dünn gesät.

Die Soundkarte konnte auch unter OS/2 eingesetzt werden, welches im Heinanwenderbereich allerdings wenig erfolgreich war. Büro-PCs wurde zu jener Zeit zumeist ohne Soundkarte betrieben.

Die Kompatibilität mit den neueren Windows-Versionen war aber letztendlich der Hauptgrund, weshalb die Karte allmählich von Creative verdrängt wurde. Es gab zwar Treiber für diese Betriebssysteme, allerdings waren diese sehr schwer zu konfigurieren und sind über das Beta-Stadium nie hinausgekommen.

Modellreihen

Die GUS erschien in verschiedenen Versionen. Es gab die „Gravis Ultrasound“ (mit 512 kiB Speicher; auch „Gravis Ultrasound Classic“ zur Abgrenzung zu anderen Modellen), die „Gravis Ultrasound Max“ (mit 1024 kiB eigenem Speicher). Später erschien in Zusammenarbeit mit dem Prozessorhersteller AMD die „Gravis Ultrasound Plug & Play“ (GUS PNP). Diese Karte konnte mit 72-SIMM RAM auf maximal 16 MiB eigenen Speicher aufrüstet werden.

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Category:Gravis UltraSound – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
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