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Grasbrook

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Bild:Gbrook.jpg
Blick auf Hamburg 1700

Der Grasbrook war eine Insel an der Unterelbe in Hamburg, auf der unter anderem der Seeräuber Klaus Störtebeker im Jahr 1401 hingerichtet wurde. Bis in das 19. Jahrhundert hinein diente sie als Viehweide. Sie war aber immer vom Hochwasser der Elbe und von Sturmfluten bedroht. Auch heute greifen hier nur die bauseitigen Hochwasserschutzmaßnahmen.

Mit dem Durchstich der Norderelbe wurde die Insel in den „Großen“ und den kleinen Grasbrook geteilt. Dies war eine der Maßnahmen, den Hamburger Hafen für Seeschiffe tauglich zu machen (siehe dazu auch: Dove Elbe, Unterelbe, Kirchwerder).

Seit ca. 1740 siedelten sich auf dem Großen Grasbrook namhafte Hamburger Werften an. Zu Ihnen gehörte die Werft Johns, die Sommsche Werft und einige andere. Die Blüte dieser Werften wurde um 1850 erreicht, als unter anderem die ersten Segler der neu gegründeten Reederei HAPAG hier gebaut wurden (die "Nord Amerika", das zweite Schiff der HAPAG, wurde bei Johns gebaut). Der Hafenausbau und der darauf folgende Bau der Speicherstadt hatten dann Priorität. Die Werftbesitzer wurden vom Hamburger Senat kurzerhand enteignet und auf den Kleinen Grasbrook umgesiedelt. Die Kosten mussten die Werftbesitzer selbst tragen. Nur wenige Werften überlebten die Übersiedelung.

Zusammen mit der Insel Kehrwieder bildet der „Große Grasbrook“ das Areal für die Speicherstadt. Hier entstand das Gebiet der HafenCity, ein anpruchsvolles städtebauliches Neubauvorhaben für Gewerbe und Wohnungen. Der „Große Grasbrook“ gehört heute zum neugeschaffenen Stadtteil Hamburg-Klostertor.


Koordinaten: 53° 32′ 28" n. Br., 9° 59′ 40" ö. L.

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