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Gransee
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| Bild:Disambig-dark.svg | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Gransee (Begriffsklärung). |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Gransee.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberhavel | |
| Amt: | Gransee und Gemeinden | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 53° 0′ N, 13° 10′ O53° 0′ N, 13° 10′ O | |
| Höhe: | 55 m ü. NN | |
| Fläche: | 121,15 km² | |
| Einwohner: | 6390 (29. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 53 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16775 | |
| Vorwahl: | 03306 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OHV | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 65 100 | |
| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Baustraße 56 16775 Gransee | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilfried Hanke (SPD) | |
Gransee [gran'ze:][1] ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel in Brandenburg (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Die Stadt liegt nördlich von Berlin zwischen Prignitz und Uckermark. Gransee befindet sich auf einer Grundmoränenplatte südlich der Sanderflächen der Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte.
Nachbargemeinden
- Nördlich: Fürstenberg/Havel
- Südlich: Löwenberger Land
- Östlich: Zehdenick
Stadtgliederung
- Altlüdersdorf
- Dannenwalde mit dem sehenswerten Bahnhof. Dieses Gebäude in Ziegelarchitektur wurdem im letzten Viertel des 19. Jahrhundert errichtet und 2006 unter Denkmalschutz gestellt [2].
- Gramzow
- Kraatz-Buberow Bild:Dannenwalde Church.jpgPatronatskirche in Dannenwalde
- Meseberg
- Neulögow
- Neulüdersdorf
- Margaretenhof
- Seilershof
- Wentow
- Wendefeld
- Ziegelei
- Ziegelscheune
Geschichte
Wendischen Ursprungs leitet Gransee seinen Ortsnamen vom slawischen Wort „Granzoye“ (Grenzauge) ab. Vermutlich ist die Stadt, die mit dem Recht der Altstadt Brandenburg ausgestattet wurde, um 1200 entstanden. Wichtige Handelsstraßen kreuzten sich seit dem frühen Mittelalter am Gehronsee. Gransee erlangte 1262 Stadtrecht und Zollfreiheit, 1319 wird Gransee an die Grafen von Lindow-Ruppin verpfändet. Im selben Jahr ist auch die erste Ratsverfassung nachgewiesen. Die Stadt wurde ab dieser Zeit als Grenzstadt zum nördlich gelegenen Mecklenburg und zu der Uckermark stark befestigt.
1316 fand die Schlacht bei Schulzendorf – das Gemetzel bei Gransee statt, bei der sich Brandenburg auf der einen und Dänemark und Mecklenburg auf der anderen Seite gegenüberstanden, statt. Die Stadt bewohnten überwiegend Ackerbürger und Handwerker. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde ein Franziskanerkloster gegründet, welches sich 1541 im Zuge der Reformation auflöste. Mehrere Stadtbrände (1604, 1621) und der Dreißigjährige Krieg fügten der Stadt schwerste Schäden zu. Ein Stadtbrand am 19. Juni 1711 war so verheerend, dass Gransee mit neuem Stadtgrundriss neu aufgebaut wurde.
Von der Industrialisierung im 18./19. Jahrhundert blieb die Stadt weitestgehend verschont, sodass das mittelalterliche Stadtgebiet, trotz mehreren Stadtbränden erhalten blieb.
Dannenwalde ist heute ein nördliches Ortsteil von Gransee, aber noch in den 1930ern war sie die erste Eisenbahnstation in Mecklenburg auf der Reise Berlin-Ostsee (Preußische Nordbahn). Damals hörte es zum „Land Stargard“ in Mecklenburg-Strelitz. Der Schriftsteller Alexander von Ungern-Sternberg verstarb 1868 in „Dannenwalde bei Stargard“ bzw. „Dannenwalde in Mecklenburg“, also hier.
Zwischen 1952 und 1993 war Gransee Verwaltungssitz des Landkreises Gransee.
Politik
Stadtrat
Der Rat der Stadt besteht aus 24 Ratsfrauen und Ratsherren.
- CDU 6 Sitze
- SPD 7 Sitze
- LGU 1 Sitz
- WG Granseer Land 4 Sitze
- PDS 6 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Wappen
Es zeigt im Schild ein rotes Stadttor mit drei Türmen auf weißem Grund mit offenen Toren.
Städtepartnerschaften
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Bauwerke
- Heimatmuseum im ehemaligen „Heilig-Geist-Hospital“ (erbaut 1315, erneuert 1715) mit St. Spiritus Kapelle
- „Ruppiner Tor“ Wahrzeichen von Gransee (erb. 1450)
- Stadtmauer mit Wiekhäusern (14. Jahrhundert)
- Pulverturm (15. Jahrhundert)
- Marienkirche aus der Gotik (1285)
- Luisendenkmal Entwurf von Karl Friedrich Schinkel (1811)
- ehemaliges Franziskanerkloster aus der Fühgotik (um 1280) östlicher Klausurflügel mit Kreuzgang erhalten
- Kornspeicher (18. Jahrhundert)
- mittelalterliche „Warte“ vor dem Ruppiner Tor (15. Jahrhundert)
- Schloss Meseberg, Gästehaus der Bundesregierung
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch Gransee führt die Bundesstraße 96. Die Stadt verfügt über einen Regionalbahnhof an der Hauptstrecke Berlin–Stralsund (Preußische Nordbahn).
Öffentliche Einrichtungen
Schloss Meseberg ist Gästehaus der deutschen Bundesregierung. In Gransee befindet sich die Zentrale Bußgeldstelle der Polizei des Landes Brandenburg und der Sitz des Amtes Gransee und Gemeinden.
Literatur
- Gerhard Thiede, Ehrentraut Hilgermann, Fred Nespethal u.a. (Red.): Festschrift zur 700-Jahrfeier der Stadt Gransee. 1262-1962. Rat der Stadt Gransee (Hg.), Gransee. 1962.
- Sibylle Badstübner-Gröger: Die Marienkirche in Gransee. DKV-Kunstführer Nr. 429/9. München, o.J.
- Leopold Kuhlmann: Gransee, eine märkische Kolonialstadt des Mittelalters. Dissertation an der TH Berlin, 1931. Würzburg, 1932.
- Friedrich Knuth: Die Chronik von Gransee. Berlin, 1840.
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Gransee – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Internetauftritt der Stadt Gransee
- Verschönerungsverein Gransee e. V.
- Informationen zur St. Marienkirche Gransee
Fußnoten
- ↑ Aussprache: Die Betonung liegt korrekterweise auf der zweiten Silbe des Wortes und nicht etwa auf der ersten.
- ↑ Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 21. März 2006, S. 10
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