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Grande Comore

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Grande Comore (komorisch Njazidja) ist die größte Insel der Komoren.

Geographie

Sie ist mit 1012,9 km² etwas größer als Rügen und liegt bei 11°67'S 43°35'O, rund 400 km östlich von Mosambik.

Grande Comore ist geologisch die jüngste Insel des Archipels. Sie wird von dem im Süden der Insel gelegenen Mt. Karthala (2361 m) dominiert, der mit einem Kraterdurchmesser von mehr als einem Kilometer den größten aktiven Vulkankrater der Erde darstellt. Seit 1857 gab es rund ein Dutzend Ausbrüche, die letzte Eruption ereignete sich 1977. Der Kratersee Niamaouy ist unterirdisch mit dem Meer verbunden. Der Norden ist eine steinige Ebene (La Grille). Landwirtschaft ist dort auch wegen mangelnder Süßwasserquellen kaum möglich.

Bemerkenswert ist, dass an den Meeresabhängen der Insel Quastenflosser leben.

Bevölkerung

Die rund 345.000 Einwohner der Insel sind Nachkommen arabischer, afrikanischer und indonesischer Einwanderer und sprechen eine dem Swahili verwandte Sprache, das Komorische (Shingazidja). Die größte Stadt der Insel (ca. 60.000 Einwohner) - und zugleich Hauptstadt der Komoren - ist Moroni an der Westküste.

Geschichte

Als portugiesische Seefahrer die Insel 1500 erreichten, war sie in zwölf konkurrierende Sultanate gespalten, die jedoch ein gemeinsames Oberhaupt wählten. Dieses Amt des Sultan Tibé hatten im 19. Jahrhundert abwechselnd die Sultanate Bambao und Itsandra inne. Die Portugiesen hielten die Insel für fünf Jahre besetzt mussten sich dann allerdings den Widerstand der einheimischen Bevölkerung beugen und die Kolonie aufgeben. 1864 und 1871 intervenierte Frankreich, das bereits 1844 einen ersten Militär- und Handelsposten errichtet hatte, militärisch in die internen Konflikte der Insel. Allmählich durchdrang es die Insel friedlich und wandelte es zu einer französischen Kolonie um; 1892 wurden die Sultanate aufgelöst.

Nach 1885 mauserte sich der Franzose Léon Humblot zum "Weißen Sultan" der Insel und baute sie zu einer Art Privatkönigreich aus, bis er von der Kolonialverwaltung 1896 abgesetzt wurde. Zur Entwicklung seit der Unabhängigkeit siehe Geschichte der Komoren.

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Koordinaten: 11° 41' 18" S, 43° 21' 55" O

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