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Grafschaft Wölpe
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Der Begriff Wölpe bezeichnet die gleichnamige frühere Grafschaft und Burg in der Nähe von Nienburg/Weser. Erstmalig erwähnt wurde die Burg im Jahr 1151. Der Herrschaftsbereich der Burg war nicht durch feste Grenzen beschrieben, sondern war mehr ein abstraktes Gebilde verschiedener Rechte in der weiteren Umgebung. Es erstreckte sich über den Bereich von der Weser bis zur Leine und Olpe (Fluss). Zu Beginn des 13. Jahrhunderts verlegten sie ihr festes Haus von Drakenburg (nahe Nienburg) nach Neustadt am Rübenberge. Von ihnen stammen die Wassermühle, die Liebfrauenkirche und der Wölper Silberpfennig. 1215 wird Neustadt erstmals urkundlich erwähnt, als sie die Wassermühle dem Kloster Mariensee überschreiben. Die Grafen unterstützten die Besiedlung in der Umgebung um ihren Herrschaftsbereich auszudehnen. Unter anderem wurde von Ihnen die Burg Neustadt sowie einige Hagensiedlungen gegründet.
Nachdem die Grafen von Wölpe keine Nachfolger mehr hatten, wurde die Grafschaft 1302 an die Welfen verkauft. Im Dreißigjährigen Krieg wurde 1625 die Burg Wölpe von den Truppen des Feldherrn Tilly zerstört. Das Amt Wölpe blieb trotzdem bis 1859 vor Ort, bis es im Zuge einer großen Gemeindereform zwischen den Kreisstädten Nienburg und Neustadt aufgeteilt wurde.
Von den Gebäuden des Amtes Wölpe am östlichen Ortseingang des Ortes Erichshagen ist heute nur noch die ehemalige Försterei erhalten.
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